18. September 2015: Die US-amerikanische Kontrollbehörde EPA gibt bekannt, dass VW seit Jahren bei dem vorgeschriebenen Abgastest durch elektronische Manipulation betrogen hat. Insgesamt elf Millionen Fahrzeuge sind betroffen. Ein Sturm der Entrüstung tobt, ein Skandal mit Geschichte. Wie konnte es dazu kommen?

Der Dokumentarfilm blickt hinter die Kulissen des deutschen Konzerns. Der Weltkonzern VW stürzt in seine bisher größte Krise - bei VW ist nichts mehr, wie es war. Klagewellen, Strafzahlungen in Milliardenhöhe, Rücknahmen von Autos. Im Dezember 2017 wird ein VW-Manager in den USA zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Und im Mai 2018 ergeht Haftbefehl gegen Ex-VW-Chef Winterkorn. Ein Ende der Eskalation in den USA ist nicht absehbar, und die juristische und politische Aufarbeitung in Europa hat noch nicht einmal richtig begonnen.

Dass die VW-Krise kein Zufall ist, sondern eine Vorgeschichte hat, und der heutige Skandal nicht der erste ist, zeigt die Dokumentation. Der Film erzählt die Chronologie des Dieselbetrugs im Lichte der Konzerngeschichte. Denn der Konzern war schon immer anders als andere Firmen. Gegründet durch Hitler und reich geworden durch Weltkriegsproduktion, wird der Autobauer nach dem Krieg als deutscher Musterbetrieb weitergeführt: Politik, Gewerkschaften und Management sitzen an einem Tisch. Die Macht freilich gehört der Familie Porsche-Piëch, die schon bei der Gründung dabei war. Mit seltenem Archivmaterial und hochwertigen Bildern blickt die Dokumentation hinter die Kulissen eines ganz besonderen Konzerns. Dabei zeichnet der Film mit der Hilfe von Politikern, Wissenschaftlern, Umweltaktivisten, Journalisten und Historikern in Europa und den USA Strukturen der Macht und deren Missbrauch nach und zeigt, wer den Preis dafür zu zahlen hat.