Die Femme fatale in der Kunst
08.03.2026 • 16:50 - 17:40 Uhr
Kultur, Kunst + Kultur
Lesermeinung
Die Künstlerin Ulrike Rosenbach war in den 1970er Jahren Teil der feministischen Revolution.
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Dante Gabriel Rossettis „Helena von Troja“ gilt als eine der ersten Femmes fatales der Kunstgeschichte.
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Markus Bertsch kuratiert die Ausstellung „Femme fatale. Blick – Macht – Gender“ in der Hamburger Kunsthalle.
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Gabriele Schor, Gründungsdirektorin der Sammlung Verbund in Wien: Sie entwickelte die Ausstellungsreihe „Feministische Avantgarde“.
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Originaltitel
La femme fatale dans l'art : Un mythe et sa déconstruction
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2022
Kultur, Kunst + Kultur

Die Femme fatale in der Kunst

Viele männliche Künstler haben sich immer wieder mit dem Motiv der Femme fatale auseinandergesetzt. Ob bei Gustave Moreau, Franz von Stuck oder Lovis Corinth - sie alle stellen sie als verführerische, üppige Frau dar, die Verderben und Tod verkörpert. Besonders die biblische Gestalt der Salomé wird oft als Inbegriff dieser verhängnisvollen Weiblichkeit inszeniert. Sie ist ein historischer Mythos, eine männliche Fantasie - bis Frauen ihren Platz in der Welt der Kunst einfordern, selbst entscheiden, wie sie sich sehen wollen, und die Deutungshoheit über ihren Körper erobern. Der Dämonisierung weiblicher Erotik setzen Künstlerinnen wie Ulrike Rosenbach, Evelyne Axell oder Maria Lassnig ihr eigenes Selbstverständnis entgegen und erkämpfen sich Freiheit und Gleichberechtigung. Die Dokumentation wagt einen neuen Blick auf das Thema. Sie zeigt, wie sich das Bild der klassischen Femme fatale mit dem fortschreitenden Kampf um Gleichberechtigung in den 1960er und 1970er Jahren verändert hat und fragt, wo wir heute stehen, in Zeiten von MeToo-Debatte, Quotenfrauen und Genderforschung. Im Zuge der feministischen Bewegung haben Künstlerinnen sich den Mythos angeeignet, ihn umgedreht, neu besetzt und damit schließlich demontiert.

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