Die Hüter des Waldes
17.04.2026 • 02:10 - 03:05 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
Lesermeinung
Der boreale Nadelwald, besser bekannt als Taiga: Für die Nomaden der Mongolei boten die Urwälder jahrtausendelang einen Lebensraum.
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Ein Gebiet voller Artenvielfalt: Die Taiga bedeckt 17 Prozent der Erdoberfläche und verfügt über die weltweit größte Dichte an Flüssen und Bodenschätzen.
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Tumursukh Jal ist Chef-Ranger eines Schutzgebietes in der Taiga: Der frühere Jäger träumt davon, dass sein Park zum Modell für Naturschutz und zum Reservat für Flora und Fauna wird.
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Ce documentaire met en valeur le combat de Jal Tumursukh pour préserver les forêts primaires de la vie sauvage de Mongolie
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Originaltitel
Gardiens de la forêt
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2023
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

Die Hüter des Waldes

Die Taiga, der boreale Nadelwald, ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete der Erde und bedeckt etwa 17 Prozent der Landfläche der Erde. In der Mongolei war dieser Lebensraum jahrhundertelang die Grundlage für das Überleben nomadischer Gemeinschaften - geprägt von unberührten Wäldern, klaren Flüssen und einer reichen Artenvielfalt. Doch Wilderei und illegaler Bergbau haben die Bestände seltener Tierarten dezimiert, Flüsse verschmutzt und das ökologische Gleichgewicht gestört. Seit 2012 steht ein Teil dieser Landschaft unter besonderem Schutz: die "Rote Taiga" im Norden der Mongolei. Als Chef-Ranger des Schutzgebiets setzt sich Tumursukh Jal mit aller Kraft für den Erhalt dieses Ökosystems ein. Jal, selbst einst Jäger und tief verwurzelt in der lokalen Kultur, kennt die Herausforderungen nur zu gut. Sein Team und er patrouillieren regelmäßig durch das Gebiet, um illegale Aktivitäten zu unterbinden. Die unerlässlichen Anstrengungen von Tumursukh und seinen Rangern machen sich bezahlt: Die Wildtiere sind zurück, die Taiga lebt wieder. Doch Jal weiß, dass Gesetze allein nicht ausreichen. Um den langfristigen Schutz der "Roten Taiga" zu sichern, muss er auch die nomadische Bevölkerung überzeugen, ihre traditionellen Jagdpraktiken zu überdenken. Die Klimakrise verschärft die Situation zusätzlich: Steigende Temperaturen bedrohen das fragile Ökosystem. Aktuell steht Jal vor einer neuen Herausforderung: Eine Bärenfamilie hat sich am Rande eines Dorfes niedergelassen. Für die Bewohner ist das eine direkte Bedrohung - und eine Versuchung, zu alten Verhaltensmustern zurückzukehren. Die "Rote Taiga" steht damit nicht nur für den Kampf um den Erhalt der Natur, sondern auch für die Frage, wie Tradition und Moderne in Einklang gebracht werden können.

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