Putzfrauen werden um ihren Job von vielen nicht gerade beneidet. Doch es gibt "Sauberfrauen", die wirklich Freude an ihrer manchmal undankbaren Aufgabe haben.

Die Arbeit ist hart. Einsätze weit über die üblichen acht Stunden am Tag hinaus, oftmals auch an unterschiedlichen Orten, sind eher Normalität als Ausnahme. Dazu kommt: Reinigungskräfte sind mit ihrem Beruf nicht besonders großartig angesehen, die Bezahlung ist mitunter miserabel. Und dennoch gibt es sie: "Sauberfrauen", die ihren Job gerne machen. Die Autorin Tina Radke-Gerlach hat drei von ihnen begleitet. Ihr Film über das Putzen als Lebensinhalt ist nun im Rahmen von "37°" im Zweiten zu sehen.

Bei Iris aber fällt es besonders schwer, zu glauben, sie habe ihren Traumberuf gefunden. Die 45-Jährige reinigt Leichenfundorte, vermüllte Wohnungen, Obdachlosenheime und putzt bei psychisch auffälligen Menschen, die betreut werden müssen. Die zweifache Mutter hat in ihren Berufsjahren sehr vieles gesehen. Dabei gehören das Beseitigen von Blutflecken oder das Entfernen übelster Gerüche zu ihrer Alltagstroutine. Iris sagt: "Die Herausforderungen sind immer wieder neu."

So ähnlich sieht es auch Steffi. Steffi ist 48 und Toilettenfrau in einem Kaufhaus in Hamburg. Mit entwaffnender Freundlichkeit schwingt sie jeden Tag die Klobürste. Und von wegen "stilles Örtchen": Steffi, bekannt als die singende Klofrau aus Hamburg, unterhält ihre Kunden auf der Kaufhaustoilette mit Musik.

37°: Die Sauberfrauen – Di. 30.06. – ZDF: 22.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH