Die Stadt unter dem Eis - Kalter Krieg auf Grönland
29.04.2026 • 23:15 - 00:00 Uhr
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Zwei Wochen lang lebte die Forschergruppe in der Polarwüste von Nordgrönland. Im Hintergrund das Lager der Expedition 2017. Im Umkreis von 150 km suchten die Forscher mit einem Bodenradar nach den Resten von Camp Century und den problematischen Müll-Lager
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Originaltitel
Camp Century - Die Stadt unter dem Eis
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2019
Altersfreigabe
6+
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Die Stadt unter dem Eis - Kalter Krieg auf Grönland

"Camp Century" ist eines der verrücktesten Projekte des Kalten Krieges: 1959 beschlossen die USA, eine geheime Militärstadt unter dem Eispanzer Nordgrönlands zu bauen. Die Supermacht wollte Atomraketen auf Grönland stationieren, um einen strategischen Vorteil gegenüber der Sowjetunion zu erlangen. Die Dokumentation gewährt einen Einblick in das Leben der Soldaten, die sechs Jahre lang in den Tunnelanlagen stationiert waren. Die Bewohner von "Camp Century" lebten in isolierten Häusern, die eigens für die Arktis entwickelt worden waren. Den "Eissoldaten" fehlte es an nichts: Eine moderne Küche, warme Duschen und sogar eine eigene Kapelle sorgten dafür, dass die Besatzungen monatelange Dunkelphasen im Winter gut überstanden. Für Strom und Wärme wurde ein mobiler Reaktor als Bausatz geliefert, der zu gravierenden Strahlungsproblemen führte. Der damals 18-jährige dänische Pfadfinder Sören Gregersen berichtet aus erster Hand, wie es war, neben einem Atomreaktor zu schlafen. Der Film thematisiert auch die dramatischen Folgen von "Camp Century", die durch die Klimaerwärmung zutage kommen. Denn beim Abzug der U.S. Army blieben viele Tausend Tonnen Müll, auch radioaktiver Restmüll, unter dem Eis. Glaziologen befürchten nun, dass zum Ende des Jahrhunderts die Überreste von "Camp Century" an die Oberfläche kommen und über wandernde Gletscher ins arktische Meer gelangen könnten.

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