Die fabelhafte Geschichte des Geldes
29.11.2025 • 20:15 - 21:05 Uhr
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Athenische "Triere", unüberbietbar schnelle und wendige Kriegsschiffe: König Krösus ließ offenbar erstmals Gold- und Silbermünzen zum Bau dieser Schiffe prägen. (3D-Animation)
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3D-Animation einer Münzprägung in Lydien: Der Herrscher des Königreichs Lydien in der heutigen Türkei erfand im 7. Jahrhundert vor Christus das erste westliche Münzgeld.
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Sklaven in den Minen von Laurion: Athen konnte durch die Ausbeutung der Silberminen von Laurion jährlich Hunderttausende Münzen herstellen. (3D-Animation)
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Représentation 3D de Nikei d'or d'Athènes
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Originaltitel
La fabuleuse histoire de l'argent
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2025
Info, Geschichte

Als erste druckten es die Chinesen

Von Hans Czerny

Geld macht verrückt und verdirbt den Charakter, behauptet der Volksmund. Trotzdem wird es bis heute gebraucht. ARTE bietet einen unterhaltsamen Rückblick.

Zu Zeiten von Inflation und knapper Staats- wie Privatkassen ist es ganz nützlich, die Entstehung und den Werdegang des Geldes zu betrachten. Der ARTE-Vierteiler "Die fabelhafte Geschichte des Geldes " geht vom Kleinasien des 07. Jahrhunderts vor Christus bis in die Moderne und zu den digitalen Währungen unserer Zeit. Am Beginn werden, was sonst, Kriegszwecke vermutet. Sicher ist allerdings nicht, was der Lydierkönig Gyges mit den vielen Kupfermünzen machte, die er so eilig prägen ließ. Drollig sehen sie aus, die rudimentären Dinger, klein und geriffelt auf der einen Seite, hinten ein recht abstaktes Bild. Sehr wahrscheinlich wurden die damals höchst wertvollen Stücke dringend zum Ankauf von Söldnern benötigt,

2.000 Jahre lang hatte die Welt ganz ohne Münzen funktioniert. Wer dabei an Tauschhandel denkt, liegt aber falsch: Sollte etwa der Schuster seinen Hauskauf mit einer Ansammlung von Schuhen bezahlen? Mit Gold, Kupfer, Zinn und vor allem Silber wurde so ein Kauf beglichen, also "nicht gezählt, sondern gewogen". Erst, als – wie im Kriegsfalle – sehr schnell sehr viele Zahlungen notwendig wurden, brauchte man Münzen. Das blieb so bei Griechen und Römern, bis im 11. Jahrhundert nach Christus die Chinesen das Papiergeld erfanden. Es erleichterte vor allem den von den Chinesen betriebenen Fernhandel, man brauchte jetzt nicht länger schwere Säcke voller Münzen durch die Gegend transportieren.

Vom Wert des Goldes als Äquivalent zum Geld blieb die Welt jedoch noch lange überzeugt, bis hin zur deutschen Hyperinflation von 1923 und zur großen amerikanischen Depression, als Roosevelt das Drucken von Banknoten unabhängig vom Goldwert erfand. Im ARTE-Vierteiler (Autor: Frédéric Wilner, ARTE F) wird gar das Gold künftig von Kryptowährungen abgelöst. Gewagte These: Sie seien eine opportune digitale Antwort auf früher durch Gold gedecktes Geld.

Die fabelhafte Geschichte des Geldes (1/4) – Sa. 29.11. – ARTE: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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