Seit September 2022 gehen Menschen im Iran auf die Straßen, um gegen das iranische Regime zu protestieren und für die Rechte der Frau zu kämpfen. Regisseur Jörg Brase hat die Proteste seit ihrem Beginn begleitet, dabei ist der Film "auslandsjournal – die doku: Frau, Leben, Freiheit" entstanden.
Iran, 16. September 2022: Jina Mahsa Amini wird von der islamischen Sittenpolizei festgenommen und misshandelt, weil ihr Kopftuch angeblich nicht richtig saß. Daraufhin stirbt die 22-Jährige. Danach kommt es zu landesweiten Protesten gegen die autoritäre Regierung des Staates. Zu lange leidet das Volk unter dem theokratischen Regime im Iran, dessen Unterstützern und den diktierten Lebensbedingungen. ZDF-Korrespondent Jörg Brase hat die Aufstände von Anfang an begleitet und zeigt seine gewonnenen Eindrücke in der "auslandsjournal"-Doku: "Frau, Leben, Freiheit – Aufstand gegen die Mullahs". Das ZDF strahlt den Film zu sehr später Stunde aus.
Brase geht in der Dokumentation genauer auf die Hintergründe der Proteste ein und schildert die aktuelle Lage im Iran. Und er fragt nach: Wie könnte die Zukunft im Iran aussehen? Zudem sind Ausschnitte aus Gesprächen zu sehen, die mit Demonstranten, Experten und Exil-Iranern geführt wurden. Dabei teilen sie nicht nur ihre eigenen Geschichten, sondern sprechen auch über die iranische Regierung und die Flüchtlinge, die in die Türkei und nach Frankreich geflohen sind. Der Regisseur und sein Team drehten unter eingeschränkten Bedingungen. Es kam zu Repressionen und Drohungen.
Der Film macht deutlich, dass es bei den Protesten im Iran um mehr geht als die Rechte der Frauen. Es geht um die Freiheit der iranischen Bevölkerung. Ein Kampf, für den viele einen hohen Preis zahlen müssen: Massenverhaftungen, Hinrichtungen, Machtkämpfe, Verfolgungen – die Iranerinnen und Iraner kämpfen täglich ums Überleben. Frust und Wut scheinen sich über das gesamte Land auszubreiten, doch die Bevölkerung gibt die Hoffnung nicht auf.
auslandsjournal – die doku: Frau, Leben, Freiheit – Mi. 19.04. – ZDF: 01.00 Uhr