Galapagos - Zwischen Himmel und Hölle
30.04.2026 • 11:50 - 12:35 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
Lesermeinung
Der Vulkankrater des Sierra Negra ist mit einem Durchmesser von zehn Kilometern der zweitgrößte Krater der Welt.
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Die Insel Española ist ein beliebter Brutplatz für Vögel: Ein Nazcatölpel hält Ausschau nach seinen Artgenossen.
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Galapagos Seelöwen zeigen, wie fast alle Tiere der Inseln, keine Furcht vor Menschen.
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Eng verwandt mit den berühmten Meerechsen: der bis zu 1,20 m lange Galapagos-Landleguan.
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Originaltitel
Galapagos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2017
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

Galapagos - Zwischen Himmel und Hölle

Galapagos ist ein kleiner Archipel mitten im Pazifik. Der vulkanische Ursprung, die überwiegend geringe Vegetation und die für die Tropen extremen klimatischen Bedingungen machen ein Überleben auf diesen Inseln zu einer Herausforderung. Allen Umständen zum Trotz gibt es gerade hier viele der wohl ungewöhnlichsten Tiere der Erde. Der Engländer Charles Darwin beobachtete die Tiere auf Galapagos und konnte dadurch seine Evolutionstheorie entwickeln. Heute weiß man, warum es gerade auf Galapagos so viele seltsame Tiere gibt. Die meisten von ihnen sind "Schiffbrüchige" und gerieten durch Stürme oder starke Meeresströmungen dorthin. So brachte der aus der Antarktis kommende Humboldtstrom Pinguine bis nach Galapagos. Über die Jahrtausende hat sich deren Körperbau verändert, damit sie auf den Inseln überleben konnten. Heute ist der Galapagos-Pinguin nicht nur der einzige Pinguin, der in den Tropen überleben kann, er ist auch die kleinste Pinguinart überhaupt. Eine solche Meisterleistung ist der Evolution auch beim Galapagos-Kormoran gelungen: Während andere Kormorane oft große Strecken fliegen, um Fische zu entdecken, verlor der Galapagos-Kormoran diese Fähigkeit komplett. Nicht nur, weil er die Nahrung in Galapagos direkt vor der Haustür findet, sondern vor allem, weil es keine Feinde gibt, vor denen er fliehen müsste. Für alle Tiere auf den Galapagosinseln waren darüber hinaus Verhaltensanpassungen ein weiterer wichtiger Schritt, um auf den Vulkaninseln überleben zu können. Kaum ein Tier zeigt das eindrucksvoller als der Vampirfink. Er kommt ausschließlich auf den Inseln Darwin und Wolf vor. Mehr als 100 Kilometer von allen anderen Inseln des Archipels entfernt, gibt es auf den Miniinseln kein Wasser und kaum Nahrung. Der Vampirfink musste erfinderisch sein: Mit seinem skalpellartigen Schnabel öffnet er die Haut an den Federkielen der Nazca-Tölpel und trinkt ihr Blut. Dabei ist er so geschickt und vorsichtig, dass das Opfer nicht die Flucht ergreift.

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