Gefangen im Kopf: Leben mit Zwangsstörung
13.03.2026 • 12:53 - 13:20 Uhr
Info, Gesellschaft + Soziales
Lesermeinung
Besonders aufdringlich ist für Tamino (26) der Zwangsgedanke, dass er seinen Vater mit dem Messer erstechen könnte.
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Die 24-Jährige ist Mutter von Zwillingen. Sie geben ihr die Motivation an ihren Zwängen zu arbeiten, um eine gute Mutter zu sein.
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Phoebe ist 24 Jahre alt und leidet seit vielen Jahren an einem Putz- und Ordnungszwang.
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Tamino (26) verarbeitet seine Zwangsstörung in selbstgeschriebenen Rapsongs. Damit tritt er auch auf.
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Originaltitel
Gefangen im Kopf: Leben mit Zwangsstörung
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
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Gefangen im Kopf: Leben mit Zwangsstörung

Zwangsstörungen bestimmen jeden Schritt und jeden Gedanken im Alltag, ohne dass man das von außen erkennt. Zwei junge Menschen kämpfen darum, die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen. Der 26-jährige Tamino ist seit Jahren von dem Gedanken besessen, seinem Vater etwas anzutun. Die 24-jährige Phoebe hat einen Putzzwang. Jede Abweichung von der Ordnung in der Wohnung ist für sie kaum auszuhalten. In der Therapie lernen sie, ihre Zwänge loszulassen. Der Film begleitet Tamino an Orte, an denen seine Zwänge entstanden sind und bis heute getriggert werden: auf dem Schulweg, auf dem Fußballplatz seiner Kindheit, in seinem familiären Umfeld. Ein zentraler Moment ist eine Expositionsübung, der sich Tamino gemeinsam mit seinem Vater stellt. Dabei spricht er die Bilder aus, die ihn immer wieder heimsuchen - und nimmt ihnen Schritt für Schritt ihre Macht. Eine Übung, die für beide eine emotional große Herausforderung ist, die von Taminos Therapeutin aber empfohlen wird. Einen weiteren Zugang findet Tamino über Musik: In selbst geschriebenen Rap-Texten verarbeitet er seine Zwangsgedanken und macht das Unsichtbare hörbar. Wie wird sein Vater bei einem Auftritt reagieren, wenn er hört, wie Tamino seine Dämonen beschreibt? Ordnung und Sauberkeit geben Phoebe das Gefühl von Kontrolle in einem Leben, das früh von traumatischen Erfahrungen geprägt wurde. In ihrer Wohnung hat jedes Teil seinen festen Platz. Sobald ihre Zwillinge schlafen, beginnt für Phoebe ein stundenlanges Zwangsritual - oft bis zur völligen Erschöpfung. Der Film zeigt, wie sehr ihr Alltag von ihren Zwängen bestimmt ist. Ihre Familie versucht zu unterstützen, Halt zu geben und Räume zu schaffen, in denen Phoebe langsam lernen kann, Kontrolle abzugeben - doch die Hoffnung, dass sich Phoebes Zustand verbessert, schwindet langsam.

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