Geister der Wüste - Namibias Wüstenlöwen
19.04.2026 • 17:15 - 18:00 Uhr
Natur + Reisen, Tiere
Lesermeinung
Die drei jungen Löwinnen haben ihre Mutter verloren. Nun sind sie ganz auf ihre Tante angewiesen.
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Dr. Philip Stander beobachtet auch das Watt, in dem die Wüstenlöwen begonnen haben, neue Futterressourcen zu entdecken.
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Drei junge Wüstenlöwen im Hoanib-Tal.
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Diese Löwin ist im Sand der Wüste zu Hause.
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Originaltitel
Geister der Wüste - Die Löwen der Skelettküste
Produktionsland
A, F, SA
Produktionsdatum
2024
Natur + Reisen, Tiere

Geister der Wüste - Namibias Wüstenlöwen

Mit "Geister der Wüste - Namibias Wüstenlöwen" entführen die vielfach preisgekrönten Naturfilmer Will und Lianne Steenkamp das Publikum in eine der unwirtlichsten Landschaften unserer Erde: an Namibias Skelettküste. Ihre neue Dokumentation erzählt die ebenso bewegende wie faszinierende Geschichte von drei jungen Löwinnen, die nach dem Verlust ihrer Mutter lernen müssen, in einer gnadenlosen Wüste zu überleben. Der Film dokumentiert ihre erstaunliche Reise von den ersten unsicheren Schritten im Herzen der Namib bis hin zu den feindseligen Ufern des Atlantiks. Über einen Zeitraum von acht Jahren begleiteten die südafrikanischen Filmemacher das kleine Rudel und erhielten seltene Einblicke in das Leben der Wüstenlöwen. "Was uns besonders berührte, war die Tatsache, dass die Löwinnen uns so viel Vertrauen entgegenbrachten, dass wir sie aus nächster Nähe beobachten konnten", erklärt Will Steenkamp. "Im Laufe der Zeit erkannten sie unser Fahrzeug und wussten, dass von uns keine Bedrohung ausging. Dadurch konnten wir ihr authentisches Verhalten in der Wildnis festhalten." Eine Schlüsselrolle in dieser außergewöhnlichen Dokumentation spielt der namhafte Löwenforscher Dr. Philip Stander, der sich seit mehr als vier Jahrzehnten mit Wüstenlöwen beschäftigt. Seine intensive Bindung zu den Tieren, die bereits in den 1980er-Jahren entstand, als er zum ersten Mal eine Löwin an der Küste entdeckte, bildet den wissenschaftlichen Kern des Films. Obwohl Stander seit Jahren mit den Filmemachern zusammenarbeitet, überraschte er sie immer wieder mit neuen, bisher unbekannten Aspekten über die Wüstenlöwen. "Philip hat uns vor Augen geführt, wie wenig wir eigentlich über diese außergewöhnlichen Raubtiere wissen", so Will und Lianne Steenkamp, die mit diesem Projekt bereits eine Trilogie über Wüstenlöwen vollenden. Nach dem vielfach ausgezeichneten Zweiteiler "Die Wüstenlöwen der Namib" stehen im Zentrum dieser Erzählung nun drei junge Weibchen - Alpha, Bravo und Charlie -, die nach dem Tod ihrer Mutter plötzlich auf sich allein gestellt sind. Was folgt, ist eine packende und emotionale Dokumentation über den täglichen Überlebenskampf, das Entdecken ungeahnter Fähigkeiten sowie die unglaubliche Widerstandskraft dieser Löwinnen. Denn besonders eindrucksvoll wird die Geschichte, als die Löwinnen Alpha und Bravo auf ihren Streifzügen erstmals die Skelettküste erreichen - ein Ort, an dem Land und Ozean auf dramatische Weise aufeinandertreffen und ein Überleben nur wenigen möglich scheint. Ausgerechnet hier wurde das Filmteam Zeuge eines außergewöhnlichen Verhaltens, das bis zu diesem Zeitpunkt weder dokumentiert noch filmisch festgehalten wurde: die Löwinnen begannen Robben zu jagen. "Wir hatten es mit einem Landraubtier zu tun, das ein marines Raubtier jagt. Das begeisterte uns und trieb uns an!", erzählt Will Steenkamp über diese bahnbrechende Beobachtung. "Diese Entdeckung entschädigte uns für die vielen Wochen und Monate, in denen nichts geschah. An einem Ort, von dem wir dachten, er biete keine Nahrung, haben sie uns das Gegenteil bewiesen", so Will Steenkamp weiter. Während sich Alpha und Bravo an der Küste eine neue Nahrungsquelle erschließen, geht ihre Schwester Charlie im Landesinneren ihren eigenen Weg. Sie trifft auf ihre Tante und erlernt die Kunst der Giraffenjagd, eine Fähigkeit, die über Generationen hinweg weitergebeben wurde und ein weiteres Zeugnis für die außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit dieser Löwinnen an einen der härtesten Lebensräume unserer Erde darstellt.

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