Gernstl in Bayern
25.12.2018 • 18:45 - 19:30 Uhr
Report, Land und Leute
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Wieder unterwegs: drei Freunde und ein roter Bus. Von links: Kameramann HP Fischer, Reporter Franz Gernstl und Tonmann Stefan Ravazs.
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Große Pläne: Ludwig Angerer (links) vor seinem Modell einer 80 Meter hohen Christusstatue, in der ein Dom Platz finden soll.
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Schwester Doris von der Ordensgemeinschaft "Arme Franziskanerinnen von der Heiligen Familie" braut seit 50 Jahren Bier. Sie gilt als letzte bierbrauende Nonne der Welt.
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in der Dreifaltigkeitskirche in Roth. Der evangelische Pfarrer Bernhard Nikitka (rechts) gilt als besonders mitreißender Prediger.
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"Ich male nicht fürs Wohnzimmer." Prof. Erich Gohls (links) Bilder sind groß und wild und taugen nicht für den Hausgebrauch.
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Franz Gernstl hat zusammen mit Metzger Martin Burmann (rechts) aus Pfaffenhofen bei Roth etwas Neues kreiert: Gernstl's Brotbratwurst mit Brotgewürzen.
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Wieder unterwegs: drei Freunde und ein roter Bus. Von links: Kameramann HP Fischer, Reporter Franz Gernstl und Tonmann Stefan Ravazs. Weiteres Bildmaterial finden Sie unter www.br-foto.de.
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Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
Report, Land und Leute

Man nimmt's "wie's kimmt"

Von Wilfried Geldner

Franz Xaver Gernstl ist wieder "unterwegs" im Bayerischen Fernsehen. Auf der Suche nach der "bayerischen Seele" trifft er Originale, Eigenbrötler und – jedenfalls – zufriedene Menschen.

Eigentlich ist alles schon mal durchgepflügt: Deutschland quer und Deutschland längs, Bayern umrundet, "siebenmal Bayern" bereist, auch die neuen Bundeländer nicht vergessen und selbst noch in Amerika die bayrische Seele gesucht. Doch noch immer entdeckt der fahrende Reporter Franz Xaver Gernstl Neues auf seinen Reisen, die sich jetzt wieder mehr im Landesinneren (im "Herzen Bayerns") bewegen. "Gernstl unterwegs" heiß es an den Feiertagen. Dreimal (am 25. und 26. Dezember sowie am 01. Januar) begibt sich Gernstl auf die Suche nach der bayerischen Seele, tief drin die Überzeugung, dass das Glück "eigentlich ganz einfach" ist.

Zuletzt hatten sie, Gernstl und seine Mitstreiter, Kameramann Hans Peter Fischer und Tonmann Stefan Ravasz, arg ferne Länder besucht – Irland, Italien, Amerika, die Niederlande – und dabei prompt bemerkt, dass die dorthin exilierten Bayern sich fortdauernd nach der Heimat sehnen. Was ist dran, an diesem bayerischen Lebensgefühl? Ist es die Kindheit, sind es die Landschaften, die Berge? – "Man nimmt's, wie's kimmt", sagt der Donaufischer in seinem Kahn, den zappelnden Riesenkarpfen in der Hand, die Backen rot. Sein Rezept: "Man ist mit dem zufrieden, was man hat."

Da staunt der legendäre Gernstl immer noch, auch wenn's ein wenig mehr gespielt ist als in den früheren Menschenentdeckungsreisen vor 20, 30 Jahren. Ruhepausen sind erlaubt, auch im Gespräch. Doch die Neugierde treibt Gernstl an, und wenn's nicht weitergeht, hilft ein verständnisvolles Lächeln. "Der fahrt no'?" fragt er den stolzen Oldtimer-Besitzer, den er beim alten Fährwirtshaus entdeckt, das jetzt "El Dorado" heißt (Teil zwei am 26.12.). – "Eben nicht", sagt der Oldie-Besitzer. Der 4.000-Euro-Cadillac, den er eigentlich seiner verflossenen Lebensgefährtin schenken wollte, sei ihm bei einem Besuch der Disko "Plutonium" jüngst verreckt.

Irgendwie ist Gernstl ein Antipode des eben 80 gewordenen Anarcho Achternbusch: Pfarrer sind hier noch Pfarrer, eine Nonne von den Armen Franziskanerinnen braut als weltweit letzte Frau das Klosterbier, und ein Atlantikschwimmer durchquert gar die Donau, um im Kloster Weltenburg seine Feierabendhalbe zu schlürfen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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