Giftmüll: Grundwasser in Gefahr
31.03.2026 • 21:45 - 23:15 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
Lesermeinung
Fehleinschätzungen und Fahrlässigkeit – etwa die Entsorgung entflammbarer Chemikalien in unterirdischen Deponien können schwerwiegende Folgen auf die Stabilität und Sicherheit der Lagerstätten unter der Erde haben.
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Trotz verschiedenster Sicherheitsmaßnahmen und vorangegangenen wissenschaftlichen Analysen bedrohen giftige Industrieabfälle in der elsässischen Deponie Stocamine das größte Grundwasserreservoir Westeuropas.
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Finnland – mit Hilfe moderner Technologien sollen radioaktive Abfälle sicher unter der Erde verwahrt werden.
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Ein "grünes" Zementwerk in Norwegen: Kohlendioxid wird in den Schornsteinen aufgefangen und anschließend unter den Meeresboden gepumpt.
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Originaltitel
Déchets toxiques : Une bombe sous nos pieds
Produktionsland
F, LUX
Produktionsdatum
2025
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

Giftmüll: Grundwasser in Gefahr

Während Luft, Wasser und Boden bereits seit Langem verseucht sind, blieben die tieferen Erdschichten bislang weitgehend verschont. Doch damit ist es jetzt vorbei. Überall mehren sich unterirdische Deponien, die die giftigen Hinterlassenschaften der Wegwerfgesellschaft auffangen sollen. Fernab der Öffentlichkeit stellen die hochriskanten Endlager die Regierungen vor gewaltige industriepolitische, ökologische und demokratische Herausforderungen. Zyanid, Arsen, Quecksilber und sogar Atommüll: Ist ihre Einlagerung in Untertage-Deponien in mehreren Hundert Metern Tiefe tatsächlich sicher? Noch ist es in der europaweit größten Lagerstätte im hessischen Herfa-Neurode zu keinem größeren Störfall gekommen. Doch in der elsässischen Deponie Stocamine - der Name steht inzwischen für einen ökologischen und politischen Skandal - bedrohen mehr als 40.000 Tonnen Industrieabfälle das größte Grundwasserreservoir Europas. Finnland wird demnächst auf der Insel Olkiluoto das unterirdische Endlager ʺOnkaloʺ (finnisch für ʺHöhleʺ) für radioaktive Abfälle des benachbarten Kernkraftwerks in Betrieb nehmen. Wird das Versenken des Mülls und das Versiegeln der Felsschichten funktionieren? Und wie reagieren die Anwohner in Finnland oder auch in Frankreich, wo im lothringischen Bure ein Endlager für hoch- und mittelradioaktive Abfälle entstehen soll? Inzwischen ist auch die Einlagerung von CO₂ auf dem Vormarsch. So fangen norwegische Industrieunternehmen bereits Kohlendioxid aus ihren Fabrikschornsteinen auf, um es anschließend mittels komplizierter Hightech-Verfahren unter den Meeresboden zu pumpen. Gibt es Alternativen zu dieser unterirdischen Verseuchung? In ganz Europa laufen die Forschungen dazu auf Hochtouren.

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