Glücklich auf der Insel?
07.01.2025 • 22:15 - 22:45 Uhr
Natur + Reisen, Land + Leute
Lesermeinung
Glücklich auf der Insel? Freiberuflerin Nina (29) will sich in Ponto do Sol auf Madeira beruflich und privat ein ein neues Leben aufbauen. Für sie bedeutet die Insel vor allem eins: Freiheit.
Vergrößern
Freiberuflerin Nina (29) versucht, sich auf Madeira eine berufliche Existenz aufzubauen. Für sie bedeutet die Insel vor allem eins: Freiheit.
Vergrößern
Heiko (41) will den Sprung nach Madeira schaffen. Doch zu Hause hat er Verpflichtungen: seine Mutter ist auf Hilfe angewiesen und seinen Hund will er erst nachholen, wenn er etwas Dauerhaftes gefunden hat.
Vergrößern
Heiko (41) will den Sprung nach Madeira schaffen. Doch zu Hause in der schwäbischen Heimat hat er Verpflichtungen: seine Mutter ist auf Hilfe angewiesen.
Vergrößern
Originaltitel
Glücklich auf der Insel? Freiberufler auf Madeira
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Natur + Reisen, Land + Leute

Sommer, Sonne, Meer und die neue Freiheit mit dem Laptop

Von Hans Czerny

Hippies entdeckten Inseln – die neuen digitalen Nomaden lassen sich von Inseln entdecken. Eine davon ist Madeira, wo sich die Einheimischen die Abkehr vom Image der reinen Blumen- und Alteninsel erhoffen. "CoWorking" und "CoLiving" ist hier die Devise. Die "37"°-Reportage fühlt dem Traum vom neuen Arbeitsparadies auf den Zahn.

Der Traum vom neuen Leben in sonniger Ferne, er ließ sich wohl noch nie so leicht realisieren wie heute. 11.000 junge Leute sind inzwischen allein auf Madeira dem Ruf eines paradiesischen Zusammenlebens unter der Sonne im gemeinsamen Gedanken- und Erfahrungsaustausch mittels Computer gefolgt. Doch ist es nur die Masse, die das Leben am Meer zunehmend fragwürdiger erscheinen lässt. In der "37°"-Reportage über Freiberufler auf Madeira ist jedenfalls längst nicht alles eitel Sonnenschein. Sie verfolgt in erprobter Parallelmontage wieder einmal zwei Menschen, denen es nicht so leicht fällt, auf dem Hotspot Fuß zu fassen.

Nina (41), die von sich sagt: "Ich habe es zu Hause nicht mehr ausgehalten", kam bereits vor drei Jahren nach Madeira, ins Dorf Ponta do Sol, 20 Kilometer von der Hauptstadt Funchal entfernt. Das Dorf lockt mit paradiesischen Verhältnissen, mit günstigen Steuersätzen – wobei die Digital Nomads zumeist ohnehin nur ein paar Wochen oder Monate bleiben. Der Co-Space, mit dem geworben wurde, erwies sich als Glaskasten mit WLAN-Anschluss, der wenig dazu beiträgt, um eine besondere Community zu formen. Nina zeigte sich denn auch frustriert. Aber die Münchnerin schaffte es mit dem ihrem neuen Job, in dem sie WG-Zimmer samt Rundumversorgung organisiert.

Am 29-jährigen Stuttgarter Heiko sind wir schon vor der Abreise in Deutschland dran. Er schwankt zwischen der Fürsorge für die früh verwitwete Mutter daheim und der Sehnsucht nach der Sonne. Zu Hause hat er Bananenpflnazen im Garten. Er landet erst mal bei einer guten Freundin, einer Amerikanerin – sein Lebenspartner daheim wollte nicht mit auf die Insel im Atlantik ziehen. Auch er findet den Hotspot Madeira inzwischen überlaufen. Eigentlich müsste man die Insel "ein bisschen schlecht reden, damit der Hype kleiner wird", meint der freiberufliche Grafikdesigner verschmitzt.

Auch auf Madeira braucht man ein dickes Fell und viel Ausdauer, um sich durchzusetzen. Nina hat einen amerikanischen Freund gefunden, der hier bald ein Haus kaufen will. Der Software-Ingenieur kann sich das leisten. Nina zieht zu ihm, obwohl die Partnerschaft noch kaum besiegelt ist. "Nur wer genügend Geld verdient, kann gut leben": Das ist die ein wenig dürftige Devise des Filmkommentars.

Zwei von 11.000 herauszunehmen, ist natürlich ein Roulettespiel, das nur eine Momentaufnahme ergeben kann. Der Ausgang bleibt offen und der Zuschauer wird, ganz wie die Protagonisten selbst, mit traumhaften Madeira-Bildern entschädigt. Im Winter auch nichts Verkehrtes.

37°: Glücklich auf der Insel? – Freiberufler auf Madeira – Di. 07.01. – ZDF: 22.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das beste aus dem magazin

Martin Brambach im Anzug.
Star-News

Martin Brambach über seine Rolle als Ronnie im "Tatort": "Es ist schwer, eine gute Rolle loszulassen"

Martin Brambach macht nicht nur als Tatort-Ermittler eine gute Figur. In „Mit Herz und Hilde“ spielt er Ronnie, einen Mann, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird, dabei aber gleichzeitig die Gegenwart nicht aus den Augen verliert.
Professor Dr. Sven Ostermeier
ist Facharzt für Orthopädie und 
Unfallchirurgie, Sportmedizin, 
Chirotherapie und spezielle 
orthopädische Chirurgie. Der 
Schulter- und Knie-Experte arbeitet als leitender Orthopäde 
der Gelenk-Klinik Gundelfingen. 
Außerdem ist er Instruktor der  Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA).
Gesundheit

E-Bike oder klassisches Fahrrad - was ist gesünder für die Knochen?

E-Bikes ermöglichen gelenkschonende Bewegung, besonders für Menschen mit Knie-Arthrose. Richtige Nutzung kann Unfallgefahr mindern. Tipps für sicheres Fahren.
buch-guf
Gesundheit

Für Sie gelesen: "Herzensangelegenheit"

Jährlich werden in Deutschland 6000 Kinder mit Herzfehlern geboren. Der renommierte Kinderherzchirurg Prof. Martin Kostelka teilt in seinem Buch "Herzensangelegenheit" Einblicke in seine Arbeit und die Herausforderungen der modernen Medizin.
Schauspielerin Rhea Harder-Vennewald (l.) spricht mit Psychologe Leon Windscheid (r.)
HALLO!

Rhea Harder-Vennewald über ihre Rolle in "Notruf Hafenkante": "Ich war schwanger"

Rhea Harder-Vennewald spricht über ihre langjährige Rolle als Franzi Jung in "Notruf Hafenkante", die Herausforderungen als arbeitende Mutter und ihre liebsten Serien wie "The Crown" und "Bridgerton".
Der Kalendermonat Mai.
Gesundheit

Aktionstage für die Gesundheit

Der Mai ist reich an Gesundheitstagen: Von Rauchfrei-Aktionen über den Welt-Hebammentag bis hin zum Asthma-Tag wird auf wichtige Gesundheitsthemen aufmerksam gemacht.
Ronald Reng
HALLO!

Ronald Reng: "Die Nation hat sich entkrampft"

Ronald Reng („Robert Enke“, „Miro“, „Spieltage“) blickt in seinem neuen Buch „Der deutsche Sommer“ (Piper Verlag) auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zurück. Im Interview erklärt er, warum dieses Turnier auch 20 Jahre danach immer noch als „Sommermärchen“ gilt.