Handball-EM Deutschland - Norwegen Hauptrunde, 2. Spieltag
24.01.2026 • 20:15 - 22:30 Uhr
Sport, Handball
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Originaltitel
Handball: EHF European Championship
Produktionsland
DK
Produktionsdatum
2026
Sport, Handball

Von Freischütz, Waldschütz und gemeinen Holzdieben

Von Susanne Bald

Der 14. "Erzgebirgskrimi" kommt mit so viel Lokalkolorit und regionalem Bezug daher wie schon länger nicht mehr. Er erzählt von Familiendramen, persönlichen Traumata und den miesen Geschäften mit dem Holzschmuggel. Und man erlebt ein ungewohnt liebevoll miteinander agierendes Ermittlergespann.

Wie im vorletzten Fall, "Die letzte Note", beginnt der neue "Erzgebirgskrimi" ("Mordholz") mit einer berühmten Melodie der klassischen Musik: Die Ouvertüre aus Webers Oper "Der Freischütz" fungiert auch als Ouvertüre für den Krimi, denn sie unterlegt Momentaufnahmen, die erst im Verlauf der 90 Minuten nach und nach ein Gesamtbild ergeben.

Man sieht einen leblosen Mann mit blutender Kopfwunde. Eine Frau mit einem blutigen Pullover. Eine Pfarrerin mit Blut an den Händen. Einen jungen Mann, der in lodernde Flammen blickt. Und eine junge Frau, die verstört durch den Wald zu irren scheint. Was ist hier geschehen? Und: Was wird am Samstagabend noch alles geschehen im 14. Fall der ZDF-Reihe?

Der tote Mann mit der Kopfwunde ist Karl Zenker (Michael Kind). Er "war hier mal der Platzhirsch für den Holzhandel im Erzgebirge", erklärt Försterin Saskia Kommissar Robert Winkler (Kai Scheve), nachdem sie ihn sanft aus dem Schlaf geweckt hat. – Offenbar ist die komplizierte On-off-Beziehung der beiden gerade so "on" wie noch nie.

Der "Erzgebirgskrimi" zeigt neue Seiten

Winkler steht noch unter dem Eindruck der dramatischen Ereignisse des vergangenen Falls. Er war lebendig begraben worden und konnte in letzter Sekunde von Saskia und seiner Kollegin Karina Szabo (Lara Mandoki) gerettet werden. Seitdem leidet er unter Angstzuständen. Doch das Erlebte ließ ihn und die beiden Frauen offenbar eng zusammenwachsen. So innig hat man das Trio noch nie miteinander gesehen, es sind schöne Momente im aus Tradition düsteren "Erzgebirgskrimi".

In der Nähe des Tatorts im Wald wurde eine große Menge Holz gestohlen. Musste Zenker sterben, weil er die Diebe überrascht hatte? Der Wald befindet sich im Besitz der Kirche, Pfarrerin Schubert (Inka Friedrich) hatte Zenker das Holz verkauft – für eine extrem niedrige Summe. Der Frage nach den Gründen dafür weicht sie aus. Sehr verdächtig ...

Die Geschäfte des Holzwerks übernimmt nun Zenkers Sohn Heiko (André Kaczmarczyk). Die beiden hatten offenbar kein gutes Verhältnis, doch Heikos Trauer wirkt echt: "Er war immer noch mein Vater." Bleibt von den zu Beginn gezeigten Personen noch sie: Forst-Praktikantin Leonie (Leonie Brill). Warum nur wirkt die junge Frau so verstört und traurig?

Waldschütz und sächsisches Feuerfleisch

Gedreht wurde "Erzgebirgskrimi – Mordholz" rund um die Kreisstadt Annaberg-Buchholz. Deren Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe und wird ungewohnt pittoresk in Szene gesetzt – sogar die Sonne scheint nicht zu knapp. Die perfekte Kulisse für einen "Erzgebirgskrimi", der diesmal besonders viel Wert auf regionale Bezüge legt.

So erfreuen Teresa Weißbach als Saskia, Thomas Thieme als Onkel Fritz sowie Shenja Lacher und Felix Steinhardt als Polizisten mit regionalem Zungenschlag, Fritz kocht "sächsisches Feuerfleisch nach Art des Hauses", und auch die erzgebirgische Handwerkskunst steht wieder einmal im Fokus, insbesondere die hölzernen Schwibbögen.

Und dann lernen die Zusehenden noch die düstere Sage vom "Waldschützen" kennen: "Ein Holzhauer hatte den Waldschützen des Holzdiebstahls bezichtigt, und daraufhin ist er im Wald verschwunden ...", weiß Saskia. – "Man dachte, der Waldschütz habe ihn erschlagen ...", führt Leonie die Geschichte fort. Folgte die Realität hier etwa der Fiktion?

Zwei weitere "Erzgebirgskrimis" sind bereits abgedreht, die Ausstrahlungstermine stehen noch nicht fest. Der nächste Film (Arbeitstitel: "Hexenjagd") ist voraussichtlich der letzte mit Lara Mandoki, die im letzten Jahr ihren Ausstieg bekannt gab.

"Erzgebirgskrimi – Mordholz" – Sa. 24.01. – ZDF: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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