Im Herzen Schottlands - Mit dem Zug durch die Highlands
21.03.2026 • 21:45 - 22:30 Uhr
Natur + Reisen, Land + Leute
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Der Royal Scotsman auf seiner Fahrt nach Plockton.
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Der Royal Scotsman auf seiner Fahrt nach Plockton.
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Der Royal Scotsman auf seiner Fahrt nach Plockton.
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Stilechte Begrüßung der Fahrgäste in Edinburgh Waverley Station.
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Originaltitel
Mit dem Zug durch...
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2009
Natur + Reisen, Land + Leute

Im Herzen Schottlands - Mit dem Zug durch die Highlands

In den Schottischen Highlands warten hinter jeder Kurve neue, traumhaft schöne Ausblicke: violett leuchtende heidebewachsene Hügel, malerische Seen und tiefgrüne Wälder. Im zweiten Teil der Reise durch Schottland geht es von Aberdeen weiter nach Norden zum Zielbahnhof Inverness. Immer entlang der legendären Highland-Main-Line-Zugstrecke, die mitten durch den Cairngorms National Park führt. Aber was wären diese noch immer weithin unberührten Flecken ohne die Menschen, die hier leben? Los geht es auf diesem Reiseabschnitt in der alten Königsstadt Stirling. Sie gilt als Nahtstelle zwischen den sanften Lowlands und den Highlands. 2009 ist Alan Waldron aus dem turbulenten Edinburgh hierher gezogen und hat sich hier einen Traum erfüllt. Was aussieht wie ein kleiner Tischlerbetrieb, ist doch viel mehr: Alan baut Dudelsäcke in Handarbeit, das Innenleder dafür stammt von einer ganz besonderen Schafrasse. Aber das Geheimnis verrät er nicht. Nächste Station: Aviemore, 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Edinburgh. Eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Hier lebt Walter Micklethwait, Inhaber einer der kleinsten Gin-Destillerien des Landes, die einer Filmkulisse ähnelt. In den umliegenden Wäldern erntet er im Herbst die Zutaten, die er für seinen selbstgebrannten Schnaps braucht: Wacholder und Hagebutten. Gin stand immer im Schatten des Whiskys, doch das ändert sich nun. Rund zwei Drittel des Gins im Vereinigten Königreichs kommt inzwischen aus Schottland. Der Inshriach Navy Strength tröpfelt mit 57 Volumenprozent Alkohol aus dem Messingboiler. Ein paar Kilometer brodeln in einem weitaus größeren Kessel 11.000 Liter Wasser und eineinhalb Tonnen Kohle. Das jagen Ken Plant und John Greig jeden Tag durch den Strathspey Dampfzug. Fast 70 Jahre alt und 210 Tonnen schwer, schlängelt er sich drei Mal am Tag durch die sanfte Flusslandschaft auf einem Gleisabschnitt, der sonst nicht mehr befahren wird. Die Leute in Braemar, 30 Kilometer Luftlinie von dort, können von Gleisen nur träumen. Simon Blackett erzählt eine tragische Geschichte von einem Zug, der niemals in ein Dorf kam, das sogar schon einen Bahnhof gebaut hatte. Mit diesem typisch trockenen Humor und ihrer heiteren Gelassenheit repräsentieren stolze Schotten ihr kleines und einzigartiges Land. Ein Abstecher von hier an die schottische Nordküste führt nach Sandend, der Heimat von Megan Mackay (21). Sie ist die erste Schottin, die einen internationalen Wettbewerb im Wellenreiten gewonnen hat. Schottland ist nicht gerade eines der bekannten Surfparadiese. Doch mit dickem Neoprenanzug kann man sich hier gut austoben. Abends trifft Megan sich mit ihren Freundinnen und Freunden am Strand und tanzt Ceilidh, den berühmten schottischen Volkstanz. Denn die Schotten hier tanzen gern, bei jeder Gelegenheit. Weiter nördlich, schon fast am Ziel, liegt die kleine Farm von Beth und Tim Rose. Die beiden ehemaligen Städter sind nun Crofter, also Landwirte. Sie haben einige Kühe und Schafe und bewirtschaften ihr Land. Da das Geld nicht reicht, muss Tim weiterhin regelmäßig auf Ölplattformen arbeiten. Währenddessen ist seine Frau Beth fünf Wochen lang mit den zwei Kleinkindern allein. Dabei ist sie nonstop damit beschäftigt, die Farm in Schuss zu halten und die Schafe, Kühe und die beiden Söhne zu versorgen. Nicht weit von der Rose-Farm liegt der sagenumwobene Loch Ness. Seebär Danny Coutts ist auf den zahlreichen Seen des Great Glenn zu Hause, seit er Kleinkind war. Mit ihm geht es auf einen Segeltrip bei überhaupt nicht typisch schottischem Wetter: sonnig, wolkenlos und windstill. Danny sehnt eine Brise herbei, aber seine Frau Maggieann schwärmt, dass man hier den Frieden und die Stille der Highlands genießen kann. Und Nessie, das Monster? "Mal sehen, ob wir es treffen", schmunzelt Danny.

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