Kolumbus und die wahren Entdecker Amerikas
02.06.2019 • 19:30 - 20:15 Uhr
Report, Dokumentation
Lesermeinung
Massive Gebäude auf einer winzigen Insel, die der einstigen Wikingersiedlung Gadar vorgelagert war. Welchen Zweck hatten diese Bauwerke? Diente das Eiland als Gefängnisinsel? Hatten Händler Angst vor Dieben und errichteten deshalb ihre Lagerhallen so weit entfernt von der Siedlung? Oder wollten sie Distanz zwischen den Siedlern und der bissigen "Ware" schaffen. Überbleibsel von Eisbären legen nahe, dass die mächtigen Tiere hier für den Transport nach Europa verladen worden sein könnten.
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Kolumbus ist nicht unvorbereitet in See gestochen, als er 1492 losfuhr, um den Seeweg nach Indien zu finden. Seine früheren Reisen hatten ihn nach Thule (Island), England und sogar an der Westküste Afrikas entlang bis in die Gegend des heutigen Ghana geführt. Mit großer Wahrscheinlichkeit hatte er unterwegs von den Anstrengungen seiner Vorgänger erfahren.
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Die Fahrt von Grönland nach Neufundland war selbst für die sturmerprobten Wikinger eine Herausforderung. Vor allem Eisberge stellten eine permanente Bedrohung dar.
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Die Fahrt von Grönland nach Neufundland war selbst für die sturmerprobten Wikinger eine Herausforderung. Vor allem Eisberge stellten eine permanente Bedrohung dar.
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Hoch über dem Ohio River befinden sich Ruinenreste, die die Wissenschaft vor ein unlösbares Rätsel stellen. Bei den indigenen Völkern der Region waren Steingebäude völlig unbekannt. Waren hier also bislang unbekannte Kulturen am Werk oder hatte ein walisischer Prinz den Burgenbau mit nach Amerika gebracht?
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Von Brattahlid auf Grönland brachen die Wikinger in die Neue Welt auf.
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Kolumbus ist nicht unvorbereitet in See gestochen, als er 1492 losfuhr, um den Seeweg nach Indien zu finden. Seine früheren Reisen hatten ihn nach Thule (Island), England und sogar an der Westküste Afrikas entlang bis in die Gegend des heutigen Ghana geführt. Mit großer Wahrscheinlichkeit hatte er unterwegs von den Anstrengungen seiner Vorgänger erfahren.
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Madoc soll im Gebiet der Flüsse Tennessee und Ohio auf ein indigenes Volk getroffen sein, das sich den Walisern anschloss. Die angeblich nach Madoc benannten Mandan wurden später von europäischen Forschern als Menschen mit ungewöhnlich heller Haut, blauen Augen und teilweise sogar blonden Haaren beschrieben.
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Madoc soll im Gebiet der Flüsse Tennessee und Ohio auf ein indigenes Volk getroffen sein, das sich den Walisern anschloss. Die angeblich nach Madoc benannten Mandan wurden später von europäischen Forschern als Menschen mit ungewöhnlich heller Haut, blauen Augen und teilweise sogar blonden Haaren beschrieben.
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Madoc soll im Gebiet der Flüsse Tennessee und Ohio auf ein indigenes Volk getroffen sein, das sich den Walisern anschloss. Die angeblich nach Madoc benannten Mandan wurden später von europäischen Forschern als Menschen mit ungewöhnlich heller Haut, blauen Augen und teilweise sogar blonden Haaren beschrieben.
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Arabischen Quellen zufolge soll der einstige Herrscher des Großreichs Mali, Abubakari II, eine Flotte von 2000 Schiffen ausgesandt haben. Historiker vermuten, dass die Seefahrer den Auftrag hatte, das unbekannte Land im Westen zu erobern.
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Arabischen Quellen zufolge soll der einstige Herrscher des Großreichs Mali, Abubakari II, eine Flotte von 2000 Schiffen ausgesandt haben. Historiker vermuten, dass die Seefahrer den Auftrag hatte, das unbekannte Land im Westen zu erobern.
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In ihren Mythen verehrten die nordamerikanischen Mandan einen "weißen Mann" als Urvater. War damit der walisische Prinz Madoc gemeint?
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Den Wikingern auf der Spur: Die Archäologin Natascha Mehler.
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Brachen vor Kolumbus bereits afrikanische Seeleute in die Neue Welt auf? Arabischen Quellen zufolge soll der einstige Herrscher des Großreichs Mali, Abubakari II., eine Flotte von 2000 Schiffen ausgesandt haben, um das Land jenseits des Ozeans zu erobern.
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Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2019
Report, Dokumentation

Kolumbus: Steht ihm der Ruhm wirklich zu?

Von Andreas Schoettl

Christoph Kolumbus gilt als der Entdecker Amerikas. Doch dem italienischen Seefahrer steht dieser "Ruhm" wohl nicht zu. Andere vor ihm seien bereits in der Neuen Welt gewesen, wie ein Film innerhalb der ZDF-Reihe "Terra X" nun zu belegen versucht.

Als der Entdecker Amerikas wird immer nur ein Name genannt: Christoph Kolumbus. Der italienische Seefahrer in Diensten Kastiliens betrat 1492 eine Insel der Bahamas. Er setzte damit seinen Fuß in die Neue Welt. Dass dies auch wirklich so geschah, zweifelt der Film von Gisela Graichen und Peter Prestel, der nun im Rahmen von "Terra X" im ZDF zu sehen ist, nicht an. Er stellt aber infrage, dass Kolumbus wirklich der Erste aus der "Alten Welt" gewesen wäre, der in der "Neuen" siedelte.

Als Start einer umfangreichen Recherche dienen die Aufzeichnungen von Kolumbus' Sohn Fernando. Wie es im Film heißt, soll dieser sein Leben lang alles über seinen berühmten Vater gesammelt haben. Viele seiner Originalschriften sind heute noch erhalten. Und aus diesen geht hervor, dass Kolumbus im August 1492 nicht einfach nur aus purer Entdeckungslust recht naiv einen Seeweg nach Indien finden wollte. Als er damals mit der Santa Maria als Flaggschiff bei Huelva ins offene Meer stach, kannte er sich bereits bestens mit den Gewalten des Wassers aus.

Denn Kolumbus hatte schon viele Entdeckungsreisen hinter sich. Eine seine frühen Fahrten führten ihn im Februar 1477 unter anderem zu dem sagenumwobenen Thule. Forscher gehen davon aus, dass es sich dabei um das heutige Island handelte. Dort soll Kolumbus auf die Aufzeichnungen des Wikingers Leif Eriksson gestoßen sein. Niederschriften belegen, dass Eriksson bereits 500 Jahre vor Kolumbus bei Neufundland amerikanischen Boden betreten haben soll. Eine erste Siedlung habe 50 Jahre lang bestanden.

Mit diesen Überlieferungen des wagemutigen Wikingers soll Kolumbus sich erst sicher geworden sein, dass man eben doch immer weiter in Richtung Westen fahren könne, ohne zu riskieren, am Rand der damaligen Welt herunterzufallen. Weitere Erzählungen, etwa von einem walisischen Prinzen namens Madoc oder über den afrikanischen König Abubakari II., sollen Kolumbus endgültig dazu motiviert haben, sich in sein Abenteuer zu stürzen. Auch diese waren schon in Amerika gewesen – hunderte Jahre vor dem bis heute gefeierten eigentlichen Entdecker.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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