Leschs Kosmos
01.04.2026 • 10:30 - 11:00 Uhr
Info, Wissenschaft
Lesermeinung
Fledermäuse gelten als Überträger von Viren. Der Schutz ihres natürlichen Lebensraums kann das Risiko einer neuen Pandemie minimieren.
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Unter Seehunden gibt es immer wieder Fälle von Vogelgrippe. Aus dem Verlauf dieser Epidemien können wir lernen, wie wir eine Vogelgrippe-Pandemie beim Menschen verhindern können.
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Zecken können Menschen mit Borreliose infizieren. Borreliose-Hotspots verraten, welche Rolle unser eigenes Handeln bei der Verbreitung des Erregers spielt.
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Auf Wildtiermärkten können Viren, die bisher nur Tiere befallen, den Artensprung zum Menschen schaffen. Wie lässt sich der Wildtierhandel stoppen?
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Originaltitel
Leschs Kosmos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2023
Info, Wissenschaft

Leschs Kosmos

Drei Jahre Coronapandemie. Dürfen wir hoffen, dass sich dieser Albtraum nie mehr wiederholt? - Harald Lesch auf der Suche nach Antworten. Weltweit fahnden internationale Forschungsteams nach den Ursprüngen von Pandemien - und entdecken überraschende Zusammenhänge, die zur Verbreitung von Erregern führen. Ihre Erkenntnisse bieten die Chance, die nächste Pandemie verhindern zu können. Der Erreger von COVID-19, das Virus Sars-CoV-2, sprang wahrscheinlich auf dem Wildtiermarkt in Wuhan auf den Menschen über. Weltweit bergen solche Märkte die Gefahr der nächsten Pandemie, denn viele Wildtiere tragen Viren in sich. Bei engem Kontakt besteht die Gefahr, dass Viren die Artengrenze durchbrechen und auch Menschen befallen können. Im Gespräch mit der Tropenmedizinerin Camilla Rothe klärt Harald Lesch, warum solche Zoonosen besonders tückisch sind. Auf sogenannten Wet Markets, auf denen Tiere lebend gehandelt und geschlachtet werden, ist die Gefahr eines Übersprungs besonders hoch. Doch die Wildtiermärkte haben nicht nur eine lange Tradition - sie sind oft auch eine lebensnotwendige Einkommensquelle für die Bevölkerung. Seit den 1970er-Jahren grassiert in Afrika ein Virus mit Pandemie-Potenzial: das Ebolavirus. Eine Infektion verläuft oft tödlich. Mehrere Epidemien in Zentralafrika haben bereits Tausende Menschenleben gekostet. Die Auswertung von Satellitendaten zeigt, dass die Ausbrüche in den Regionen stattfinden, in denen der Verlust von Wäldern hoch ist. Doch wie kann Waldrodung zur Ausbreitung der Viren beitragen? Auch in Kenia ist ein Großteil der ursprünglichen Wälder verschwunden. Noch gab es hier keinen Ebola-Fall, doch Forschende sind in Sorge, dass sich das ändern könnte. Sie haben ein bestimmtes Tier im Verdacht, das Virus übertragen zu können - die Bulldoggfledermaus. Wenn sich ihr Verdacht erhärtet, wäre das ein Alarmzeichen. Denn: Verlieren die Fledermäuse ihren natürlichen Lebensraum, suchen sie Unterschlupf in der Nähe von Menschen. Ob eine lokale Epidemie zu einer Pandemie anwachsen kann, entscheidet vor allem, wie gut ein Erreger an den Menschen angepasst ist. Forschende in den Niederladen untersuchen Fälle von Vogelgrippe bei Seehunden. Seehunde sind wie wir Menschen Säugetiere. Wenn sich das Vogelgrippe-Virus an Seehunde anpassen kann, dann auch an uns. Weltweit gibt es bereits Hunderte Fälle von Vogelgrippe bei Menschen - vor allem in Asien. Zumeist stecken sich die Menschen bei Nutzgeflügel an. Und genau darin liegt auch die mögliche Lösung, um zukünftige Infektionen zu vermeiden. Auch bei der Borreliose zeigt sich, wie unser Verhalten zur Verbreitung von Erregern beiträgt. In den USA gibt es Orte, an denen die durch Zecken übertragene Infektion besonders häufig ist. Diese Hotspots verraten eine Kettenreaktion in den umliegenden Wäldern, die eine Übertragung des Erregers auf den Menschen wahrscheinlicher macht. Harald Lesch klärt, wie Erreger ihren Weg zum Menschen finden - und wie man dieses Wissen nutzen kann, um die nächste Pandemie zu verhindern.

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