Lost in Fuseta - Ein Krimi aus Portugal: Weiße Fracht
25.04.2026 • 20:15 - 21:45 Uhr
Fernsehfilm, Kriminalfilm
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Originaltitel
Lost in Fuseta - Ein Krimi aus Portugal
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Fernsehfilm, Kriminalfilm

Verlässt Leander Lost mit seinem dritten Fall die Algarve?

Von Susanne Bald

Im dritten Fall der Krimireihe nach Holger Karsten Schmidt alias Gil Ribeiro muss der Ermittler mit Asperger nicht nur einen Doppelmord, der mit Drogenschmuggel zu tun hat, aufklären. Der Deutsche muss auch darum kämpfen, weiter an der Algarve bleiben zu dürfen ...

"Sie sind kein Mangel, Sie sind eine Bereicherung, Sie Idiot!" – Wenn das mal keine Freundschaftserklärung des portugiesischen Ermittlers Carlos Esteves (Daniel Christensen) an seinen deutschen Kollegen Leander Lost (Jan Krauter) war am Ende des zweiten Falls der Krimireihe "Lost in Fuseta". Als sie 2022 startete, sah es nicht so aus, als würde aus Esteves, seiner Partnerin Graciana Rosado (Eva Meckbach) und dem Hamburger Asperger-Polizisten ein echtes Team werden. Doch schnell lernten die Einheimischen, Losts analytische Fähigkeiten, sein fotografisches Gedächtnis und schier unendliches lexikalisches Wissen ebenso zu schätzen wie seine Unfähigkeit zu Ironie und Smalltalk. Als Lost daher zuletzt überlegte, Fuseta zu verlassen, war der Protest groß.

Nun ermittelt das Trio in seinem dritten Fall nach einem Roman und Drehbuch von Erfolgsautor Holger Karsten Schmidt. Der Zweiteiler "Lost in Fuseta – Ein Krimi aus Portugal: Weiße Fracht" ist am Samstagabend am Stück sowie vorab in der Mediathek zu sehen. Es geht um zwei Morde, die zunächst nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Und es geht um nichts weniger als Losts Zukunft in Fuseta, nicht nur mit Rosados Schwester Soraia (Filipa Areosa), mit der er eine etwas unbeholfene Romanze führt, sondern generell. Denn das Europol-Austauschprogramm geht zuende, Lost soll nach Hamburg zurückkehren, ob er will oder nicht.

Liebenswerte Schrulligkeit

Während der eingebildete Polizeikollege Duarte (Anton Weil) sicher ist, dass es sich im neuen Fall um die Fortsetzung einer Mordserie handelt, erkennt Lost, dass es nur so aussehen und der Vertuschung dienen soll. Dass die Morde etwas mit Kokain zu tun haben müssen, kann auch die scharfsinnige Zuschauerschaft bereits am Titel des dritten Falls erkennen. Es geht um großangelegten Drogenschmuggel und kleine Drogenkuriere. Einer davon: Toninho (André Leitão), der Freund von Losts Schützling Zara (Bianca Nawrath), beide werden im Lauf der Ermittlungen in Lebensgefahr geraten.

Holger Karsten Schmidt, der die "Lost"-Romane unter dem Pseudonym Gil Ribeiro schreibt, ließ sich von einem Zeitungsartikel zu dem Fall inspirieren, in dem es um Drogentransporte per Boot von Marokko über die Straße von Gibraltar nach Südspanien ging. "Wenn ich Drogenboss wäre, würde ich meine Schmuggelroute aus dem Fokus der spanischen Küstenwache nehmen" und das Kokain "an der Ostalgarve anliefern, dachte ich damals", so Schmidt. "In einer verschlafenen Gegend – sozusagen, wo niemand damit rechnet." Genau das passiert in "Lost in Fuseta".

Einmal mehr ist das Besondere des "Lost"-Krimis weniger der Fall an sich als das Zwischenmenschliche, die Dynamik zwischen den Ermittlern ebenso wie die Entwicklung der Figuren. Insbesondere natürlich des Asperger-Helden, der so gerne "normal" wäre und das Normalsein auf rührende Weise übt. Die Komik, die sich daraus ergibt, wirkt zwar bisweilen etwas konstruiert, doch dieser Lost in seiner namensgebenden Verlorenheit in sozialen Situationen ist und bleibt einfach liebenswert schrullig, und so dürfte er nicht nur Soraia, Esteves und Rosado weiter ans Herz wachsen, sondern auch den Zuschauerinnen und Zuschauern. Bei der letzten Doppelfolge im vergangenen Jahr schalteten beachtliche 5,95 respektive 4,75 Millionen Menschen ein.

"Lost in Fuseta – Ein Krimi aus Portugal: Weiße Fracht" – Sa. 25.04. – ARD: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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