Læsø: Dänemarks letzte Seegrasdächer
21.03.2026 • 19:40 - 20:15 Uhr
Natur + Reisen, Land + Leute
Lesermeinung
Henning Johansen schenkt alten Dächern ein neues Leben – und nutzt dafür Seegras.
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Seegrashäuser haben auf der dänischen Ostseeinsel Læsø eine lange Tradition – ihre Bauweise ist weltweit einzigartig.
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Mit weniger als 2.000 Einwohnern ist die Ostseeinsel Læsø die am dünnsten besiedelte Gemeinde Dänemarks.
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Originaltitel
Læsø: Dänemarks letzte Seegrasdächer
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Natur + Reisen, Land + Leute

Læsø: Dänemarks letzte Seegrasdächer

Ida Svendsen erinnert sich noch gut daran, wie sie als Kind von den Dächern in große Seegrashaufen sprang. Damals hätte sie nicht geahnt, dass der angespülte Tang einmal zu ihrem Lebensinhalt werden würde. Ihre Heimatinsel Læsø ist mit weniger als 2.000 Einwohnern die am dünnsten besiedelte Gemeinde Dänemarks. Wie alle Inseln ist auch Læsø den Wetterkapriolen von Regen und Sturm ausgesetzt. Abgelegen von der Zivilisation, behalfen sich die Menschen seit jeher selbst und nutzten die natürlichen Gegebenheiten, um ihre Häuser zu bauen und zu erhalten. Angeschwemmtes Seegras war dabei ein beliebtes Baumaterial: Es lag zuhauf an den Stränden, bot hervorragenden Schutz und isolierte die Häuser zudem effektiv. Außerdem gilt es als äußerst langlebig - einige Seegrasdächer auf der Insel existieren bereits seit mehr als 300 Jahren. Doch auch die Tangdächer benötigen Pflege und regelmäßige Reparaturen. Dafür verantwortlich ist Henning Johansen. Seit 20 Jahren repariert er marode Dächer und deckt neue ein. Gelernt hat er das Handwerk nie - stattdessen hat sich der Autodidakt die Technik mit Hilfe alter Filmaufnahmen angeeignet. Heute ist er Idas Chef, und sie hofft, eines Tages in seine Fußstapfen treten zu können. Beide arbeiten bereits als eingespieltes Team zusammen. In den kommenden Jahren könnten ihre Aufträge weiter zunehmen, denn auf Læsø hat man bei der Unesco einen Antrag gestellt, die Seegrasdächer als Weltkulturerbe anerkennen zu lassen.

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