Märkte der Welt
17.04.2026 • 15:50 - 16:20 Uhr
Natur + Reisen, Landschaftsbild
Lesermeinung
Auf dem Dantopka-Markt im beninischen Cotonou werden außergewöhnliche Textilien angeboten: ornamentreiche, wertvolle Batik-Stoffe für „Pagne“-Gewänder.
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Marthe Hounkponou Noudogbessi verkauft traditionelle Textilien und kämpft darum, die komplexe Geschichte dieser Stoffe weiterzuführen, die zu Symbolen der westafrikanischen Kulturen geworden sind.
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Im regen Treiben des Dantopka-Markts im beninischen Cotonou liegt eine Halle, in der außergewöhnliche Textilien angeboten werden.
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Une vendeuse de pagnes.
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Originaltitel
Marchés du monde
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2024
Natur + Reisen, Landschaftsbild

Märkte der Welt

Cotonou ist eine große Hafenstadt im westafrikanischen Benin. Waren aus aller Welt werden hierher geliefert, darunter auch Waxprints: Die berühmten Stoffe niederländischer Herkunft werden dort aufgrund ihrer exzellenten Qualität für die Herstellung von ornamentreichen "Pagne"-Gewändern geschätzt. Auf dem Dantokpa-Markt wird dieser farbenfrohe Stoff an zahlreichen Ständen verkauft. In Benin ist ein "Pagne"-Gewand ein wertvolles Gut, das jede Frau besitzen sollte. Es ist mehr als ein Kleidungsstück, es ist eine eigene Sprache, ein Ausdruck der sozialen Stellung der Trägerinnen mit eigenen Codes, die sich in den Motiven verbergen. Das Geschäft wird ausschließlich von Frauen geführt. Mütter geben es an ihre Töchter, Tanten an ihre Nichten weiter. Diese Frauen sind die Nachfahrinnen der "Nana Benz" - mächtiger und geschäftstüchtiger Händlerinnen, die oft aus bescheidenen Verhältnissen stammten und ab den 1970er Jahren ein wahres Textilimperium um die Waxprints in ganz Westafrika aufbauten. Sie wurden zu den ersten Millionärinnen und Milliardärinnen des Kontinents. Der Erfolg der "Nana Benz" - ihr Name verweist auf ihre Vorliebe für die Automarke Mercedes-Benz - veränderte das Bild der Frau in afrikanischen Kulturen für nachfolgende Generationen. Angesichts ökonomischer Herausforderungen müssen die Erbinnen der Händlerinnen jedoch seit den 1990er Jahren nach neuen Wegen suchen, ihre kostbaren Stoffe an eine Bevölkerung zu verkaufen, die dafür kein Geld mehr hat. Einige lassen in Asien produzieren, andere setzen auf soziale Netzwerke. Sie alle kämpfen ums Überleben - und wollen beweisen, dass die Frauen in Benin heute stärker und unabhängiger sind, denn je.

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