Marie Antoinette, 1793 als vormalige französische Königin auf der Plâce de la Concorde enthauptet, suchte in ihren versteckten Bauten von Versailles ihr privates Glück.

Mit dem Hameau (zu Deutsch: "Weiler"), ihrem letzten Bauprojekt, setzte Marie Antoinette ihrem kleinen Paradies am Rande des Schlosses Versailles einen letzten baulichen Akzent. Seit sie im Alter von 14 Jahren als künftige Königin aus Österreich nach Frankreich gekommen war, suchte sie nach Möglichkeiten, dem strengen Hofprotokoll zu entfliehen. Ihre kleinen Zufluchten in Versailles sagen mehr über die Königin und ihr Schicksal aus als jede Biografie, wie die Dokumentation von ARTE zeigt. Mit ihrer in den Bauten dokumentierten Glückssuche war sie ihrer Zeit voraus, sie erstrebte eine bessere Welt.

230 Jahre nach seiner Errichtung erlangt Marie-Antoinettes Hameau seine frühere Präsenz. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten ist das Refugium nun in alter Pracht wiedererstanden und erstmals seit dem 18. Jahrhundert zugänglich für die Öffentlichkeit.


Quelle: teleschau – der Mediendienst