Ole Puppe

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Ein Gesicht, das man sich merken sollte: Ole Puppe
Fotoquelle: ZDF
Ole Torsten Puppe
Geboren: 06.08.1969 in Kelkheim, Taunus, Deutschland

Der Theater-, Film- und Fernsehschauspieler Ole Puppe absolvierte sein Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Saarbrücken (1991-1995). Außerdem ist er ausgebildeter Sänger in den Fächern Tenor und Bariton und spielt neben Cello und Gitarre auch Kontrabass, Klavier und Schlagzeug. Von 1994 bis 1995 hatte der musisch veranlagte Kelkheimer ein Engagement am Saarländischen Staatstheater und stand dort in "Gerettet" unter der Regie von Detlef Jacobsen und "Roberto Zucco" in einer Inszenierung von Ute Münz auf der Bühne. 1995 wechselte er an das Neue Theater in Halle, wo man ihn unter anderem in "Haben" unter der Regie von Peter Sodann sehen konnte. Bereits zwei Jahre zuvor feierte Ole Puppe sein TV-Debüt in Rolf Silbers "Ein unmöglicher Lehrer" neben Sebastian Koch und Heino Ferch.

Bis 1998 blieb er dem Neuen Theater in Halle als Ensemble-Mitglied erhalten, dann startete der sympathische Darsteller mit seiner TV-Karriere durch. In erster Linie sah man ihn in TV-Krimi-Serien als Nebendarsteller. Er übernahm Gastrollen in "Polizeiruf 110 - Bis zur letzten Sekunde" (1999), "Die Pfefferkörner", "Die Cleveren" und "Ein starkes Team - Verraten und verkauft" (alle 2001). Gleichzeitig spielte er kleinere Rollen in sympathischen TV-Komödien wie "Lotto-Liebe" (2000), aber auch in anspruchsvolleren Kino-Filmen wie in dem Familiendrama "Liebesschuld" (ebenfalls 2000) neben Dominique Horwitz und Bibiana Beglau sowie in Bernd Michael Lades Krimidrama "Null Uhr 12" (2001). Im gleichen Jahr erhielt er eine durchgehende Hauptrolle in der mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichneten Polizeiserie "Berlin Abschnitt 40". Hier mimte er den Polizeioberkommissar Sebastian Franke, einen ehrgeizigen, intelligenten und tüchtigen Polizisten, der verbittert ist, dass seine Karriere wegen eines lächerlichen Patzers hakt. Nebenher spielte er in der sehenswerten Körpertausch-Story "Hilfe, ich bin ein Junge!" (2001) (erneut neben Dominique Horwitz) und in dem viel beachteten und thematisch brisanten Drama "Blueprint", aber auch Episoden-Rollen unterschiedlicher TV-Serien wie "Der Ermittler", "Der Landarzt" und "Wolffs Revier" (alle 2003).

Ole Puppe erweist sich schon recht früh als vielseitig einsetzbar. Er ist nicht der Typ Schauspieler, der auf eine Rolle festgelegt ist. Obwohl er 2006 in acht Produktionen zu sehen war ("Tatort - Der Lippenstiftmörder", "Tatort - Bienzle und der Tod im Weinberg", "Vier Fenster", "Großstadtrevier" (TV-Serie), "Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei" (TV-Serie), "Meine Mutter tanzend", "SOKO Wismar" (TV-Serie) und "Wilsberg - Miss-Wahl") ist sein Gesicht dem breiten Publikum eher unbekannt. Die Tatsache, dass er nicht in den Society-Magazinen ganze Seiten mit Skandalgeschichten oder -auftritten füllt und sein Privatleben unter Verschluss hält, sorgt dafür, dass die Öffentlichkeit bisher kaum auf ihn aufmerksam wurde und ihn darum nicht in eine Schublade stecken konnte. So passt er in Komödien ebenso wie in Dokudramen (zum Beispiel: "Die Stunde der Offiziere", 2004), überzeugt in Kriminalfilmen gleichermaßen wie in Tragikomödie und Thrillern und weiß auch wie man sich in einem Historienepos à la "Krupp - Eine deutsche Familie" (2009) ins rechte Licht setzen muss. Bereits ein Jahr vor dem Mehrteiler über die deutsche Industriellenfamilie stand er schon einmal unter der Regie von Carlo Rola und an der Seite von Iris Berben vor der Kamera. In "Rosa Roth - Der Fall des Jochen B" spielte er - obwohl 19 Jahre jünger als seine Kollegin - Rosa Roths Ex-Geliebten Jochen Barach. Eine weitere Zusammenarbeit mit Carlo Rola war das Krimidrama "Gott schützt die Liebenden".

In Jürgen Brauers "Polizeiruf 110 - Keiner schreit!" (ebenfalls 2008) schlüpfte er in die Rolle des Trainers Maik Raake, dessen Leben nur an der Oberfläche heil und komplikationslos erscheint. Die Figur des Maik Raake faszinierte den Schauspieler vor allem wegen dessen Vielschichtigkeit. Im gleichen Jahr sah man ihn in der skurrilen Komödie "Die Frau des Frisörs" zum dritten Mal an der Seite von Dominique Horwitz. Mit dem in Paris geborenen Multitalent verbindet Ole Puppe aber nicht nur die gemeinsame Arbeit vor der Kamera. 2001 traten sie zusammen in den Hamburger Kammerspielen mit "Cool", einem Gesangsabend, auf. 2007 versuchte sich Ole Puppe als Solokünstler beim Berliner Tanzorchester und konnte zeigen, dass er auch als Sänger eine gute Figur macht. Für Bodo Fürneisens "Tatort"-Episode "Tatort - Schweinegeld" stand Ole Puppe 2009 neben Dominic Raacke und Boris Aljinovic vor der Kamera. In dem Krimi rund um Subventionsbetrug und dunkle Geschäfte in der Fleischbranche mimt er den zwielichtigen Subunternehmer Joachim Kahle, der mit einem Trick bulgarische Hilfskräfte zu legalen EU-Arbeitern macht.

Weitere Filme und Serien mit Ole Puppe: "Polizeiruf 110 - Grawes letzter Fall" (1995), "Hotel Elfie" (TV-Serie, 1999), "Tatort - Rattenlinie", "Verrat" (Kurzfilm), "St. Angela" (TV-Serie, alle 2000), "Liebe ist ein Roman" (2002), "Doppelter Einsatz: Tödliche Wahrheit" (TV-Serie), "Schöne Frauen" (beide 2003), "Transport" (Kurzfilm), "Der Traum vom Süden", "Einmal Bulle, immer Bulle" (TV-Serie, alle 2004), "SOKO Leipzig" (TV-Serie), "Der Dicke" (TV-Serie), "Im Namen des Gesetzes" (TV-Serie, alle 2005), "Ich heirate meine Frau", "Notruf Hafenkante" (TV-Serie), "Mein Mörder kommt zurück", "Deadline - Jede Sekunde zählt" (TV-Serie, alle 2007), "Küstenwache" (TV-Serie), "Post Mortem" (TV-Serie), "Der Alte" (TV-Serie, alle 2008), "SOKO Kitzbühel" (TV-Serie), "Ein Fall für zwei" (TV-Serie), "Stolberg - Ein starker Abgang" (alle 2009), "Letzter Moment", "Tatort - Auskreuzung" (beide 2010), "Tatort - Tödliche Häppchen" (2011), "Tatort - Scherbenhaufen" (2012).


Alle Filme mit Ole Torsten Puppe

 

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