Die Leiche der jungen Steffi Pietsch liegt schon einige Stunden neben der Straße. Schnell wird klar, dass es sich um einen Mord handelt, der als Suizid getarnt werden sollte. Besonders bedrückend für Lena Odenthal und Mario Kopper ist, dass sie Steffis Tochter in der Nacht aufgriffen, als sie auf der Suche nach ihrer Mutter war. Die Ermittler sind überzeugt: Der Mörder muss sein Opfer gut gekannt haben. Damit geraten Steffis Exmann und seine Freundin Claudia ins Visier. Lena Odenthal und Mario Kopper ermitteln auch bei Steffis Arbeitgeber "Metropol", einem Schlachthof mit angeschlossener Großküche. Sie erfahren, dass die Tote hier viele Feinde hatte ...

Regisseur Josh Broecker ("Nord Nord Mord") stolpert bei diesem Ludwigshafener Fall leider etwas über das eigene Drehbuch: ein Krimi mit zu wenig Krimi und zu viel Zeigefinger. Odenthal und Kopper wollen im Schlachthaus den Tod einer Mitarbeiterin aufklären, die offenbar zu viel wusste. Statt diesen roten Faden gebührend mit Spannung zu versehen, verliert sich das Drehbuch im Anliegen, Fleischfabriken und ihre Methoden anzuprangern. Keine Frage, die Zustände in der Massenproduktion zu beleuchten, ist ein wichtiger Auftrag. Aber das Thema muss dem Krimi dienen, nicht umgekehrt.

Foto: SWR/Krause-Burberg