Im Kühlhaus seiner Fabrik wird der Berliner Fleischkönig Hans Merklinger tot aufgefunden. Der Tote war bereits seit mehreren Tagen verschwunden, wurde aber nur von seiner Geliebten Kathi als vermisst gemeldet. Als Ritter und Stark in die Fleischfabrik kommen, sind keine Arbeiter aufzufinden. Der Sohn des Chefs, Maximilian, behandelt die Kommissare mit kühler Überheblichkeit, steht er doch gerade in Vertragsverhandlungen mit den ukrainischen Brüdern Litvin. Sie wollen in die Firma Merklinger einsteigen und stören sich nicht daran, dass das Unternehmen vor Jahren in einen Gammelfleisch-Skandal verwickelt war. Merklingers Witwe Christa wurde bereits vor einem Jahr von ihrem Mann verlassen. Sie nimmt die Nachricht von seinem Tod gelassen auf, während Kathi, die schon die Hochzeit mit Merklinger sen. plante, zusammenbricht. Bei ihren Ermittlungen stossen die beiden Kommissare schon bald auf eine erste heiße Spur ...

Ein routiniert in Szene gesetzter, aber dennoch spannender Fall mit guten darstellerischen Leistungen von Krimi-Spezialist Bodo Fürneisen "Tatort - Tödlicher Einsatz", "Polizeiruf 110 - Verdammte Sehnsucht", "Gefährliche Wahrheit"). Nach dem Drehbuch von Thorsten Wettcke ("Tatort - Auf der Sonnenseite") und Christoph Silber (schrieb mit Wettcke u.a. die Vorlagen zu den "Tatort"-Episoden "Tatort - Schattenspiel" und "Tatort - Investigativ")) inszeniert, spricht Fürneisen hier Themenbereiche wie Subventionsbetrug und dunkle Geschäfte in der Fleischbranche an. Den Kriminalfall muss Kommissar Starl alias Boris Aljinovic allerdings fast allein lösen, da sein Kollege mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus landet. Aber sehen Sie selbst!

Foto: RBB/Christiane Pausch