Boris Aljinovic als Ermittler in dem Tatort "Oben
und unten"
Fotoquelle: RBB/Julia Terjung

Boris Aljinovic

Lesermeinung
Geboren
23.06.1967 in Berlin, Deutschland
Alter
54 Jahre
Sternzeichen
Biografie

In Berlin kennt man ihn als Ensemblemitglied des Renaissance-Theaters, das bereits in Stücken wie "Noch ist Polen nicht verloren" als Hitler zum Publikumsliebling avancierte. Und seit 2001 ist er der Berliner "Tatort"- Ermittler an der Seite von Dominic Raacke: Boris Aljinovic, Sohn einer waschechten Berlinerin und eines Kroaten.

Der in Charlottenburg geborene Darsteller, der ursprünglich eigentlich Comic-Zeichner werden wollte, sammelte ab 1985 erste Erfahrungen in Show- und Theaterproduktionen durch diverse Auftritte in Bars und auch im Fernsehen. Zudem wirkte er in diversen Kurzfilmproduktionen des DFFB und in der englischsprachigen freien Theatergruppe "Berlin Play Actors" mit. 1988 begann er ein Englisch- und Französisch-Studium an der FU Berlin, bevor er von 1991 bis 1994 die Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin absolvierte. Bereits 1994 war er dann als Gast am Theater der Stadt Weimar und am Theater der Stadt Cottbus engagiert. 1994-1995 spielte er am Staatstheater Schwerin u. a. die Titelrolle in "Hase Hase" von Coline Serreau und den Masch in Taboris "Goldbergvariationen".

Danach kehrte Boris Aljinovic nach Berlin zurück und gab im Sommer 1995 in der oben erwähnten Hitler-Rolle sein Debüt im Renaissance-Theater. Weitere Rollen in "Der nackte Wahnsinn", "Liebe auf der Krim" und die Titelrolle des Max Prince in Neil Simons "Ein Gag für Max" folgten. Im Mai 2001 war er als Lebensversicherungs-Vertreter Harold Humber Mark Brittons Komödie "Heaven" zu sehen. Parallel zu seiner Theaterarbeit spielte Aljinovic bereits 1993 in Hal Hartleys Episodenfilm "Flirt" (unter anderem mit Maria Schrader) und im Fernsehen 1994 an der Seite von Claudia Michelsen und Dieter Pfaff in dem TV-Drama "Das schafft die nie". Zwei Jahre später wirkte Aljinovic in Urs Eggers "Die Halbstarken" mit, ein Remake des gleichnamigen Melodrams von Georg Tressler mit Horst Buchholz aus dem Jahr 1956. Hier waren Til Schweiger und Sandra Speichert seine Filmpartner.

In "Der Strand von Trouville" (1997), eine ungewöhnliche Love-Story von Michael Hofmann, überzeugte er als Klavierlehrer, der sich in eine Parfümverkäuferin alias Antje Westermann (im wahren Leben seine Frau) verliebte. Gelungen war auch Aljinovics Auftritt als Joachim Hühnlein in Tom Toelles Liebesfilm "Lonny der Aufsteiger" (1997). Mit Sandra Speichert stand Aljinovic 1999 erneut in Martin Enlens Melodram "Versprich mir, dass es den Himmel gibt" vor der Kamera.

1999 gehörte Boris Aljinovic auch zum Cast der Krankenhaus-Soap "Klinikum Berlin Mitte - Leben in Bereitschaft". "Schrott - Die Atzenposse" (ebenfalls 1999) war der missratene Versuch einer Komödie um zwei Autofreaks (Ochsenknecht und Aljinovic), die gemeinsam von einem großen Autorennen träumen. Wieder besser war da Klaus Krämers Komödie "Drei Chinesen mit dem Kontrabass" (2000). Ebenfalls 2000 war Boris Aljinovic in Christian von Castelbergs gelungener Donna-Leon-Verfilmung "Donna Leon - Vendetta" zu bewundern. Weitere TV-Auftritte hatte er in "Fremde Frauen küsst man nicht" und "Es geht nicht immer nur um Sex" und in der Folge "Piraten in der Ostsee" aus der Serie "Küstenwache".

Weitere Filme mit Boris Aljinovic: "Der gerechte Richter" (2000), "Sophiiiie!" (2002), "7 Zwerge - Männer allein im Wald", "Georgisches Liebeslied" (alle 2004),"Ein Kuckuckskind der Liebe" (2005), "Esperanza", "7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug" (beide 2006), "Rapunzel" (2009). Die "Tatort"-Krimis mit Boris Aljinovic: "Berliner Bärchen" (2000), "Tatort - Filmriss", "Tatort - Der lange Arm des Zufalls" (beide 2001), "Tatort - Zartbitterschokolade", "Ein Trick zu viel", "Zahltag" (alle 2002), "Die Liebe und ihr Preis", "Rosenholz", "Dschungelbrüder" (alle 2003), "Tatort - Der vierte Mann", "Tatort - Eine ehrliche Haut" (beide 2004), "Tatort - Leiden wie ein Tier", "Tatort - Todesbrücke" (beide 2005), "Tatort - Kunstfehler" (2006), "Tatort - Dornröschens Rache" (2007), "Tatort - Tod einer Heuschrecke", "Tatort - Blinder Glaube" (beide 2008), "Tatort - Oben und Unten" (2009), "Tatort - Schweinegeld" (beide 2009), "Tatort - Hitchcock und Frau Wernicke", "Tatort - Die Unmöglichkeit, sich den Tod vorzustellen" (beide 2010), "Tatort - Edel sei der Mensch und gesund", "Tatort - Alles hat seinen Preis" (beide 2011), "Tatort - Dinge, die noch zu tun sind", "Tatort - Machtlos" (beide 2012), "Tatort - Gegen den Kopf" (2013).

 

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