Prof. Eugen Jähnicke, Leiter eines Instituts für Tierversuche, wird ermordet aufgefunden. Die Todesursache ist rätselhaft, aber eines ist klar: Sein Tod wurde "arrangiert". Der tote Professor liegt auf dem Seziertisch in der Tierpathologie seines Instituts wie eines seiner Versuchstiere: In seinem ausgestreckten Körper stecken jede Menge Kanülen, Sonden, Schläuche und Elektroden. Die Kommissare Till Ritter und Felix Stark vermuten, dass der Täter damit ein Zeichen setzen wollte und in den Kreisen der Tierversuchsgegner zu suchen ist. So gerät sogar Jähnickes eigene Stieftochter Caro in Verdacht, zumal die radikale Tierschützerin kurz zuvor einen handgreiflichen Streit mit ihm hatte. Und dann ist da noch Ingo Kaiser, der den Professor lautstark verdächtigt hat, seine geliebte Katze Manou für Tierversuche gestohlen zu haben. Aber auch im Privatleben des Professors gibt es einiges zu recherchieren, denn der gut aussehende Witwer neigte zu Affären, obwohl er am nächsten Tag Sandra Mangold, die Abteilungsleiterin einer Berliner Pharmafirma, heiraten wollte ...

Eine der wenigen "Tatort"-Episoden von Regisseur Uwe Janson, der mit dieser eher konventionellen, aber prominent besetzten Folge seinen ersten "Tatort"-Fall inszenierte. Nach dem Buch von Scarlett Kleint ("12 heißt: Ich liebe dich", "Zu schön für mich") und Ilse Biberti in Szene gesetzt, taucht das Berliner Ermittler-Team in die dubiose Welt der Pharmafirmen und der Tierversuchslabore ein, wobei besonders die Bilder der gequälten Tiere im ersten Drittel des Films erschrecken. Die 2006 an Krebs verstorbene Jenny Gröllmann ist hier als Haushälterin des Opfers in ihrer letzten größeren Filmrolle zu sehen. Janson drehte zwei Jahre später mit Raacke und Aljinovic auch die Episode "Tatort - Schleichendes Gift".

Foto: WDR/RBB/Annegret Plehn