Richard Merten wird in seiner Berliner Wohnung ermordet aufgefunden. Die Ermittlungen verschlagen die beiden Kommissare Ritter und Stark in die brandenburgische Provinz. Mertens Tochter Paula, die einzige Hinterbliebene, möchte ihren Vater im Dorf ihrer Kindheit begraben. Dort wurde vor genau 20 Jahren in einem nahe gelegenen Waldstück Paulas Mutter Emma umgebracht. Nach dem gewaltsamen Tod von Emma hatten Merten und seine Tochter den Ort Wieditz für immer verlassen. Die schöne, verschwiegene Paula leidet noch immer unter dem Mord ihrer Mutter, denn der Täter wurde nie gefasst. Ritter und Stark folgen der jungen Frau und merken schnell, dass sie in Wieditz nicht willkommen sind. Hängen die beiden Morde etwa zusammen?

Christine Hartmann drehte hier einen eher durchschnittlichen Fall um die beiden Berliner "Tatort"-Ermittler. Da waren Hartmanns bisherige Krimi_Regiearbeiten wie "Die Tochter des Kommissars", "Davon stirbt man nicht" (beide 2001) und Polizeiruf 110 - Matrosenbraut" (2006) doch um einiges spannender und kurzweiliger. Hartmann drehte hier übrigens nach dem Buch von Frauke Hunfeld, die mit "Der Tod ist kein Beweis" schon gezeigt hat, dass sie durchaus sensible und realistische Vorlagen liefern kann.

Foto: WDR/RBB/Julia Terjung