Einen Tag nach seinem letzten Besuch beim Hausarzt verstirbt Olaf Mühlhaus überraschend. Der Pensionär war unheilbar krank, doch unzählige Hämatome auf dem abgemagerten Körper des Leichnams lassen die Kommissare Till Ritter und Felix Stark daran zweifeln, dass die Erkrankung Ursache für den plötzlichen Tod des Mannes war. Als die Obduktion ergibt, dass nicht etwa häusliche Gewalt, sondern ein Medikationsfehler zum Tod von Olaf Mühlhaus führte, geraten der behandelnde Arzt Dr. Gerhard Schmuckler und seine Praxisgemeinschaft ins Visier der Berliner Ermittler. Mühlhaus war seit Jahren bei Schmuckler in Behandlung - doch ausgerechnet am Tag vor seinem Tod kümmerte sich Antje Berger, die neue Ärztin im Team, um den chronisch kranken Patienten. Kein einfacher fall für Ritter und Stark ...

Mit diesem Fall setzte Florian Froschmayer seinen ersten Berliner Fall in Szene, nachdem er zuvor bereits zwei Kieler Episoden ("Tatort - Borowski und die heile Welt", "Tatort - Borowski und eine Frage von reinem Geschmack") und einen Konstanzer ("Tatort - Der Polizistinnenmörder") "Tatort" in Szene gesetzt hatte. Nach dem Buch von Dinah Marte Golch ("Tatort - Nie wieder frei sein", "Stadt, Land, Mord! - Enthüllungen") entstand ein nur durchschnittlich spannender Fall, der sich kritisch mit den Auswüchsen des krankenden Gesundheitssystems konfrontiert auseinander setzt.

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