Cenk Batu (Mehmet Kurtulus, Foto r., mit Peter Jordan) arbeitet seit Monaten in einer riskanten verdeckten Mission bei dem scheinbar seriösen Unternehmer Petermann. Doch als er endlich in den engeren Zirkel vorzudringen scheint, scheitert er an einer brutalen Feuerprobe. Ausgerechnet jetzt kommt sein Vorgesetzter Uwe mit einem neuen Auftrag: In der Rolle eines türkischen Kleinkriminellen soll Cenk ins Krankenhaus, um dort über den 20-jährigen, durch eine Messerattacke verletzen Deniz Kontakt zum nach außen hermetisch abgeriegelten Nezrem-Clan herzustellen. Deniz ist der Neffe von Tuncay Nezrem, offiziell Restaurantbesitzer und Gemüsegroßhändler, inoffiziell ein aufstrebender Clanfürst. Und tatsächlich erlangt Cenk Batu quasi über Nacht das Vertrauen von Tuncay Nezrem...

Regisseur Richard Huber, der schon die "Tatort"-Folgen "Tatort - Stiller Tod" und "Im Alleingang" inszenierte, drehte hier einen richtig starken Auftakt für Mehmet Kurtulus, den türkischstämmigen Hauptkommissar aus Hamburg, der 2008 die Nachfolge von Robert Atzorn antrat. Erstmals ist hier ein Ermittler durchgehend verdeckt im Einsatz, was ihn deutlich von seinen Kollegen abhebt und diesem Fall eine noch größere Spannung verleiht. Das schlüssige Drehbuch lieferten Christoph Silber ("Tatort - Investigativ", "Nordwand") und Regiekollege Thorsten Wettcke ("Ein göttlicher Job"). Für das gelungene Werk gab es 2008 im Rahmen des Grimme-Preises den Publikumspreis der Marler Gruppe.

Foto: NDR/Georges Pauly