Gila von Weitershausen

Lesermeinung
Geboren
21.03.1944 in Trebnitz, Niederschlesien, heute Polen
Alter
77 Jahre
Sternzeichen
Biografie
Das traut man der zierlich-attraktiven Filmfrau auf Anhieb nicht zu, dass sie zu den Energiebündeln des deutschen Films zählt und auf eine bewegte rund 40-jährige Karriere mit Höhen und Tiefen zurückblicken kann. Die kurzzeitige Lebensgefährin von Starregisseur Louis Malle (1970-73) weiß durchaus im Kino zu überzeugen ("Herzflimmern", 1970; "Blutiger Freitag", 1972), arbeitet neben dem Boulevard-Theater aber schwerpunktmäßig fürs Fernsehen.

Hier wie da beherrscht sie das Flittchen oder die Ganovenbraut ebenso wie die Rolle der patenten "Landarzt"-Gattin (seit 1987) von Christian Quadflieg. Die Rolle der verlassenen Ehefrau aber hat sie vielleicht am häufigsten gespielt und da mimte sie mit Erfahrung: Ihre erste Ehe mit Schauspieler Martin Lüttge scheiterte 1972 nach sechs Jahren endgültig. Bereits ein Jahr zuvor ging sie mit Cuotemoc schwanger, dem gemeinsamen Sohn aus der Beziehung mit Malle, der aber später Candice Bergen heiratet.

Die Liason mit dem französichen Regisseur, den das wilde Filmmädel aus den späten Sechzigern 1970 in den USA kennen lernt, bedeutete einen Schritt in die große Welt. Unter Chabrol ("Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen", "Die Schuldigen mit den sauberen Händen", 1975) und Lelouch ("Löwe", 1988) wirkt Gila von Weitershausen in besseren Kinofilmen mit. Ende der Sechziger erregte sie in den damals freizügigen "Engelchen"-Filmen ("Engelchen - oder die Jungfrau von Bamberg", 1967; Engelchen macht weiter - Hoppe, hoppe Reiter", 1969) sowie Filmchen wie "Der Bettelstudent oder Was mach' ich mit den Mädchen? (1970) oder "Nicht fummeln, Liebling" (1970) erstmals Aufsehen. Zusammen mit Martin Lüttge fühlte sie sich der 68er-Generation verpflichet. Die blaublütige Gila lebte in Kommunen und durchstreifte die Welt als Rucksacktouristin.

Die Erfahrung, mit wenig auskommen zu müssen, machte die junge Gila, eines von sechs Geschwistern, im Kindesalter, als die Eltern als verarmter Landadel aus dem Osten nach Hessen flüchten. Besuch einer Rudolf-Steiner-Schule, Schauspielunterricht in München, Bayern-Tournee mit dem Fränkischen Landestheater, Münchener Kammerspiele und Besuch der Filmschule in Los Angeles sind weitere Stationen. Im Film hat sie 1968 ihre ersten größeren Erfolge. Sie gastierte damals auch in Frankreich, ist danach und in den letzten Jahren aber vorrangig im TV zu sehen.

Krimis, Serien und Fernsehfilme kennzeichnen ihre Karriere: 1970 neben Joachim Fuchsberger im Herbert-Reinecker-Straßenfeger "11 Uhr 20"; in den Siebzigern Episoden für "Derrick", "Der Alte", später auch in "Liebling Kreuzberg" (1986) und in Tatort-Krimis mit Ulrike Folkerts; "Liebe auf Bewährung" (1992), mit Sascha Hehn; 1992-94 in der Familienserie "Ein besonderes Paar"; Rosamunde-Pilcher-Verfilmung "Stunde der Entscheidung" (1996); 1998 in dem TV-Thriller nach Konsalik "Eine Lüge zuviel"; im gleichen Jahr in dem TV-Film "Der kleine Unterschied" 1998; Star der Sitcom "Biggi" (1998), als streikende Hausfrau, die dem Spießerheim den Rücken kehrt und Malerin werden will. Danach eine erste Rolle in der Amelie-Fried-Verfilmung "Traumfrau mit Nebenwirkung"; mit Elke Sommer, Heidelinde Weis in der TV-Komödie "Nicht mit uns" (1998) sowie in "Bel Ami - Liebling der Frauen" (2001), "Fünf-Sterne-Kerle inklusive", "Mein süßes Geheimnis" (beide 2006), "Drei teuflisch starke Frauen - Die Zerreißprobe", "Lilly Schönauer: Für immer und einen Tag" (beide 2007), "Die Weisheit der Wolken" (2008), "Letzter Moment", "Familiengeheimnisse - Liebe, Schuld und Tod" (beide 2010), "Vorzimmer zur Hölle III - Plötzlich Boss" (2013).

Im Kino: "Die Lümmel von der ersten Bank - Zur Hölle mit den Paukern", Kurt Hoffmanns "Herrliche Zeiten im Spessart" (beide 1967), "Meine Tochter - Deine Tochter" (1972), das Jack-London-Abenteuer "Der Schrei der schwarzen Wölfe" (1972), die Simmel-Verfilmung "Gott schützt die Liebenden" (1973), neben Michel Piccoli und Pierre Malet 1980 in der Stefan-Zweig-Verfilmung "Verwirrung der Gefühle", Nebenrolle in "Rivalinnen der Liebe" (1999). Gila von Weitershausen heiratet 1994 den Radiologen und Psychoanalytiker Dr. Hartmut Wahle und lebt in München. Nach zehnjähriger Bühnenabstinenz startete sie 1998 wieder eine Tournee mit Eugene O'Neills "Fast ein Poet".

Foto: ZDF

Filme mit Gila von Weitershausen
Inga Lindström: Inselsommer
TV-Film
1967
Vater Nietnagel (Georg Thomalla, mit Uschi Glas,
l.) fühlt sich recht wohl bei einer Party
Die Lümmel von der ersten Bank - Zur Hölle mit den Paukern
Teenagerkomödie
1967
Herrliche Zeiten im Spessart
Fantasykomödie
1970
Mehr als Mutterliebe: Benoit Ferreux und Lea Massari
Herzflimmern
Liebesfilm
1972
Der Schrei der schwarzen Wölfe
Abenteuerfilm
1981
Georg (Bruno Ganz) fühlt sich zu Ariane (Hanna
Schygulla) hingezogen
Die Fälschung
Literaturverfilmung
1990
Lippels Traum
Abenteuerfilm
1992
Das Traumschiff
Reihe
1996
Noch vor dem Pfarrer schwankt Christabel (Valerie Niehaus) innerlich, ob der von ihr erwählte Nigel (Benjamin Stadler) wirklich der Richtige ist.
Rosamunde Pilcher: Stunden der Entscheidung
TV-Film
1998
Unzertrennlich? Horst Buchholz und Floriane Daniel 
sind verliebt
Der kleine Unterschied
Melodram
1998
Nicht mit uns, sagen Heidelinde Weis (l.) und Gila 
von Weitershausen  
Nicht mit uns
Komödie
1999
Das Herz des Priesters
Fernsehfilm
1999
Dir zu Liebe
Melodram
1999
Rivalinnen der Liebe
Melodram
1999
Tatort
Krimi
2000
Tatort
Krimi
2000
Tatort
Krimi
2001
Das Traumschiff
Reihe
2001
Utta Danella
Liebesfilm
2002
Utta Danella
Liebeskomödie
2003
Das Traumschiff
Reihe
2003
Mutter kommt in Fahrt
Komödie
2003
Schöne Lügen
Psychodrama
2004
Der Traum vom Süden
Ehekomödie
2005
Drei teuflisch starke Frauen
Familienkomödie
2005
Ach, ist das herrlich! Michael Degen und Gila 
von Weitershausen auf Kreuzfahrt
Unter weißen Segeln - Abschiedsvorstellung
Melodram
2005
Utta Danella
Liebeskomödie
2006
Fünf-Sterne-Kerle inklusive
Komödie
2006
Kreuzfahrt ins Glück
Reihe
2006
Mein süßes Geheimnis
Komödie
2006
Auch ein Schlückchen Töchterchen? Jutta Speidel und Dennenesch Zoudé.
Meine Mutter tanzend
Tragikomödie
2006
Utta Danella
Liebesfilm
2006
Utta Danella
Melodram
2007
Drei teuflisch starke Frauen - Die Zerreißprobe
Familienkomödie
2007
Drei teuflisch starke Frauen - Eine für alle
Familienkomödie
2007
Freie Fahrt ins Glück
Familienkomödie
2007
Ich heirate meine Frau
Ehekomödie
2007
Mutter
Kurzfilm
2008
Der Schwarzwaldhof
Familiendrama
2008
Die Weisheit der Wolken
Psychodrama
2009
Meine wunderbare Familie
Komödie
2009
Meine wunderbare Familie - Hochzeitsvorbereitungen
Komödie
2010
Der Schwarzwaldhof - Alte Wunden
Familienfilm
2010
Emilie Richards: Denk nur an uns beide
Liebesfilm
2010
Die uneheliche Tochter im Arm: Hardy Krüger und
Dennenesch Zoudé
Familiengeheimnisse - Liebe, Schuld und Tod
Melodram
2010
Letzter Moment
Liebesdrama
2012
Alles außer Liebe
Komödie
2012
Der Schwarzwaldhof - Der verlorene Sohn
Familienfilm
2012
Der Schwarzwaldhof - Lauter Liebe
Familienfilm
2013
Vorzimmer zur Hölle - Plötzlich Boss
Spielfilm
2013
Vorzimmer zur Hölle III - Plötzlich Boss
Komödie

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