Candice Bergen

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Candice Bergen feierte Erfolge als Darstellerin und Journalistin
Fotoquelle: s_bukley/shutterstock.com
Candice Bergen
Geboren: 09.05.1946 in Beverly Hills, Kalifornien, USA

Candice Bergen ist eine herbe Schönheit. Dem irritierenden Aussehen steht ein wacher, widerspruchsvoller Geist gegenüber: Sie trifft keine vorschnellen Entscheidungen, hält sich gegenüber Männern auf Distanz, hat einen - anfangs noch ungezielten - Willen, aus ihrem Leben etwas zu machen.

Edgar Bergen, ihr Vater, ist ein bekannter Bauchredner, der für die Kreation der sprechenden Puppe Charlie McCarthy 1937 einen Spezial-Oscar erhält. Als er 1978 stirbt, widmet Jim Henson seinen Film "Muppet Movie" (1978), den letzten Film, in dem er auftritt, der Erinnerung an Edgar Bergen. Tochter Candice, vielseitig interessiert, beginnt ihr Studium in Washington: Sprachen, Fotographie, Geisteswissenschaft. Sie setzt es in Pennsylvania fort, später in der Schweiz.

Candice Bergen arbeitet als Fotomodell, zeitweilig als Top-Model. Sie ist sprachbegabt, spricht fließend französisch und spanisch. Als Fotoreporterin macht sie sich einen Namen, das ist auch ihr Berufsziel: es hier zu höchster Kunstfertigkeit zu bringen. Sie schreibt ein Bühnenstück, befasst sich mit Malerei und Bildender Kunst, spielt Theater und fällt auf in Tennessee Williams' "Sommer und Rauch". Für die Rolle zeichnet man sie später mit einem Preis aus, aber auch für Fotoreportagen erhält sie mehrfach offizielle Anerkennung.

Das Kino ist für sie zu der Zeit mehr Broterwerb: Sie tritt erstmals als Lesbierin in Sidney Lumets "Die Clique" (1966) auf. Im selben Jahr spielt sie bei Robert Wise in "Kanonenboot am Yangtse-Kiang" die resolute junge Shirley Eckert, die es sich in den Kopf gesetzt hat, in China in einer Missionsschule zu unterrichten.

1969 spielt sie in Ralph Nelsons "Das Wiegenlied vom Totschlag" Cresta Marybelle Lee. Entführt von den Cheyenne hat sie als Frau eines Indianers gelebt, jetzt lernt sie den schüchternen, unerfahrenen Rekruten Honus Gant alias Peter Strauss kennen, den "Soldier Blue" - so der Originaltitel des Films. Sie öffnet ihm die Augen dafür, dass auch der rote Mann ein Mensch ist.

1974 steht sie neben Sean Connery in "Der Wind und der Löwe" von John Milius vor der Kamera, 1981 spielt sie die Fotografin Margaret Bourke-White in Richard Attenboroughs "Gandhi". Nebenbei bleibt auch das Schreiben immer noch Teil ihrer Arbeit. Anfang der 70er Jahre steigt sie für ein paar Jahre aus: Sie arbeitet an Bild- und Wortreportagen über einen Massai-Stamm in Kenia, über Kaiser Haile Selassi, über Präsident Ford und seine Familie oder über Rotchina unter dem Titel "Kann ein Kulturarbeiter aus Beverly Hills das Glück in der Volksrepublik China finden?" Sie macht Fotos für den Playboy, schreibt für Vogue, Esquire, Cosmopolitan, die Los Angeles Times.

Von 1980 bis zu seinem Tod 1995 ist sie die Ehefrau von Louis Malle. 1980 kommt ihre gemeinsame Tochter Chloé zur Welt. 1995 erhält Candice Bergen einen Emmy Award für die Titelrolle in der seit sieben Jahren erfolgreichen Sitcom "Murphy Brown" über eine erfolgreiche Reporterin. Neben ihrer Schauspieltätigkeit ist Candice Bergen auch immer weiter als Autorin und Fotografin tätig. Bereits 1984 veröffentlicht sie ihre Memoiren "Knock Wood".

Zu ihren weiteren wichtigen Filmen zählen Michael Cacoyannis' "Der Tag, an dem die Fische kamen" (1966), Claude Lelouchs "Lebe das Leben" (1967) als Partnerin von Yves Montand, Richard Rushs "Getting Straight - der Campus" (1969), wo sie die Freundin von Elliott Gould spielt, Mike Nichols' "Carnal Knowledge - Die Kunst zu lieben" (1970), Herbert Ross' "Tanja Baskin - Anruf genügt" (1971), Richard Brooks' "700 Meilen westwärts" (1974), Lina Wertmüllers "In einer Regennacht" (1977), Stanley Kramers "Das Domino-Komplott" (1977), "König Artus" (1982) und George Cukors "Reich und berühmt" (1981).

Für die Hauptrolle in Alan Pakulas "Auf ein Neues" (1979) erhält sie eine Oscarnominierung. 1985 sieht man Candice Bergen an der Seite von Regisseur und Hauptdarsteller Burt Reynolds in der missglückten Elmore-Leonard-Verfilmung "Sie nannten ihn Stick" und 1996 spielt sie in Glenn Jordans provokativen US-TV-Drama "Mary & Tim - Wird die Liebe siegen?". Danach sieht man sie nur noch vereinzelt in Filmen wie etwa "Miss Undercover" (2000), "Sweet Home Alabama - Liebe auf Umwegen" (2002), "Ein ungleiches Paar" und "Flight Girls" (beide 2003).

Weitere Filme mit Candice Bergen: "Footsteps - Die Nacht kennt den Mörder" (2003), "Sex and the City" (Serie, 2002/2004), "Boston Legal" (Serie, 2005-2008), "Sex and the City - The Movie", "The Women - Von großen und kleinen Affären", "Bride Wars - Beste Feindinnen" (alle 2008).

Candice Bergen über Candice Bergen:
"Ich war ein ruheloser Mensch und brauchte das Abenteuer. Aber Abenteuer sind nicht der richtige Weg zur inneren Ruhe und um mit sich selbst ins Reine zu kommen. Als ich 30 wurde, steckte ich in einer Krise. Ich hatte niemanden, der wirklich zu mir gehörte, keinen Mann, keine Kinder. Was hatte ich eigentlich geleistet? Wofür hatte ich mich mit allen Fasern meines Herzens engagiert - weder für meine Filmarbeit noch für meine journalistische Tätigkeit, weder für einen Mann, noch für eine Sache, nicht einmal für meine besten Freunde. Diese Erkenntnis kam zur rechten Zeit - ich will keine halben Sachen mehr machen, nicht mehr von einer Sache zur anderen pendeln."

Das sagt sie 1979. Ein Jahr später heiratet sie Louis Malle. Jetzt ist sie nur noch selten auf der Leinwand zu sehen, spielt einige Fernsehrollen, schreibt. Am 8. November 1985 kommt Tochter Chloé zur Welt, sie ist knapp zehn Jahre alt, als der Vater stirbt. "Louis ist ein phantastischer Vater und ein wunderbarer Mann; nicht einfach, sehr kompliziert; doch das Leben mit ihm ist sehr sehr reich." Das sagt sie, als Malle gerade wieder genesen war und seinen Film "Verhängnis" (1992) abgedreht hatte.


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