William Shatner

Als Captain Kirk zu Weltruhm: William Shatner. Vergrößern
Als Captain Kirk zu Weltruhm: William Shatner.
Fotoquelle: Helga Esteb/shutterstock.com
William Shatner
Geboren: 22.03.1931 in Montreal, Quebec, Kanada
Sternzeichen: Widder

Heute kennt man ihn vor allem als Captain James Tiberius Kirk aus der Sciencefiction-Serie Raumschiff Enterprise, obwohl er bereits zu College-Zeiten in Montreal in zahlreichen Studenten-Produktionen spielte: William Shatner. So war er auch auf den Stratford Shakespeare Festivals im kanadischen Ontario in unterschiedlichen Shakespeare-Stücken zu sehen. Nachdem dem Umzug nach arbeitete er in live-TV-Dramen und am Broadway.

Sein Leinwanddebüt gab Shatner 1957 als Alexei, einer der "Die Brüder Karamasow". Anschließend arbeitete er nur sporadischen für den Film, führte aber sein TV-Arbeiten fort. Er spielte in diversen Folgen der erfolgreichen Serie "The Twilight Zone" (z.B. als panischer Flugzeug-Passigier, der auf dem Flügel ein Monster entdeckt). Dann, 1966, trat die entscheidende Wende ein: Shatner übernahm die Rolle des Captain James T. Kirk, spielte diesen Part weitere drei Jahre und fast zehn Jahre später im ersten Kinofilm, dem weitere sechs mit Kirk als Hauptcharakter folgten.

Auch wenn er zwischenzeitlich andere Rollen übernahm - er versuchte sich etwa als Kriminalist in der Serie "T.J. Hooker" - er wird immer Captain Kirk bleiben. Shatner ist inzwischen zum vierten Mal verheiratet - nach Gloria Rand, Marcy Lafferty und Nerine Kidd ehelichte er 2001 Elizabeth Martin. Der Vater von drei Töchtern (Lesley, Lizebeth, Melanie) lebt in Südkalifornien. Dort züchtet er Pferde oder spielt Tennis. Außerdem hat er bereits mehrere Sciencefiction-Romane geschrieben. Das Shatner Building der McGill University in Montreal wurde nach ihm benannt. Seine Tochter Lesley hat eine Biographie über ihn geschrieben.

Weitere Filme mit William Shatner: "Frühreife Generation", "Urteil von Nürnberg" (beide 1961), "Carrasco, der Schänder" (1964), "Dämon über dem Atlantik", "Der Hund von Baskerville" (beide 1972), "Der weite Weg nach Westen" (1973), "Ferien mit einem Wal" (1975), "Columbo - Mord im Bistro" (1976), "Mörderspinnen" (1977), "Die Weiche steht auf Tod", "Star Trek - Der Film", "Todesflug 401" (alle 1979), "Babysitter" (1980), "Das Horror-Hospital" (1981), "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug", "Star Trek II - Der Zorn des Khan", "T.J. Hooker - Das Mördertrio" (alle 1982), "Die Sucht nach Huren", "Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock" (beide 1984), "Die Entführung des Präsidenten" (1985), "Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart", "T.J. Hooker - Geschworenes Verbrechen" (beide 1986), "Broken Angel" (1988), "Star Trek V - Am Rande des Universums" (1989), "Star Trek VI - Das unentdeckte Land" (1991), "Loaded Weapon I" (1992), "Faustpfand der Vergangenheit", "TekWar - Die Fürsten des Todes" (beide 1993), "Columbo - Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter", "Ein tödlicher Coup", "Inspektor Janek und der Broadwaymörder", "Star Trek VII - Treffen der Generationen", "TekWar - Die letzte Hoffnung unserer generation", "TekWar - Kampf um die verlorene Vergangenheit" (alle 1994), "TekWar - Excalibur, Schwert der Macht", "TekWar - Recht und Gesetz im Cyberspace" (beide 1995), "Schnappt den Doppelgänger!" (1996), "Universal Fighter" (1997), "Falcon Down - Todesflug im Eismeer", "Miss Undercover" (beide 2000), "Osmosis Jones" (2001), "Showtime" (2002), "Voll auf die Nüsse" (2004), "Miss Undercover 2" (2005), "Fanboys" (2007).

Einmal Captain Kirk, immer Captain Kirk: William Shatner im Gespräch mit prisma.de

Frage: Herr Shatner, eigentlich müssten Sie in mancher Nacht aufwachen und Captain James T. Kirk verfluchen!

William Shatner: Klar, derart stark mit einer Rolle identifiziert zu werden, kann natürlich zum Fluch werden.

Frage: Wie wäre Ihr Leben verlaufen, wenn Sie diese Rolle vor 31 Jahren nicht vom US-Sender NBC bekommen hätten?

Shatner: Ich war damals als Fernsehschauspieler ja einigermaßen bekannt, nachdem ich in meiner kanadischen Heimat zunächst als Shakespeare-Interpret auf der Bühne gestanden hatte. Natürlich hat sich mein Leben ab 1966 sehr verändert. Und viele meiner Kollegen von damals sind entweder gestorben oder vergessen. Ich lebe noch und habe jede Menge zu tun.

Frage: Sie treten pro Jahr auf bis zu 20 Treffen der leidenschaftlichen "Enterprise"-Fans auf, den sogenannten "Star Trek" Conventions. Wünschen sie sich manchmal andere Fans?

Shatner: Was meinen Sie mit anders? Das sind doch nur junge Leute, die ein wenig Spaß haben wollen.

Frage: Als Gast de US-TV-Show "Saturday Night Live" haben Sie die Trekkies 1986 aufgefordert, "aus ihren Kellern zu kommen und ein richtiges Leben" zu führen...

Shatner: Früher war ich den Fans gegenüber oft sehr distanziert und hielt sie für etwas weltfremd. Je mehr ich sie auf Conventions kennenlerne, desto mehr erkenne ich, dass sie ein gewöhnlicher Club sind, bei dem sich alle Mitglieder einer Idee verschrieben haben.

Frage: Wie lange kann "Star Trek" noch existieren?

Shatner: Das hängt von der Kreativität und der Anpassungsfähigkeit der Verantwortlichen ab. Heute ist "Star Trek" eine Industrie mit Millionenumsätzen pro Jahr: Bücher, TV-Serien, Computerspiele, CD-Roms und nicht zuletzt bislang acht Kinofilme. Können Sie sich vorstellen, wieviel Geld Paramount damit verdient? Die größte Gefahr für "Star Trek" als Kult und Ware ist behäbige Selbstzufriedenheit der Macher.

Frage: Für Sie persönlich ist die Serie sehr lukrativ. Neben der Schauspielerei haben Sie zehn Bücher veröffentlicht, Ihre Autobiographie "Star Trek Memories" war ein Bestseller, und Videospiele wie "William Shatner's Trek War" sind sehr erfolgreich.

Shatner: Ich interessiere mich sehr für die kreativen und kommerziellen Möglichkeiten der neuen Unterhaltungsmedien. Davon abgesehen, sind einige meiner Bücher bereits an Fernsehsender verkauft worden, und ich verhandele derzeit darüber, inwieweit ich selbst als Produzent, Regisseur oder Schauspieler beteiligt sein werde. Es gibt auch zwei Kinoprojekte, mit denen ich liebäugele. Aber das sind beides schwierige Stoffe, für die man die Finanzierung nicht von Hollywood kriegt, sondern aus externen Quellen zusammenbetteln muß. Beim machen ist Geld wie Nebel: Man kann es sehen, aber man kriegt es nie in die Hand.

Frage: An welches Ihre Werke dächten Sie zuerst, falls Sie der Nachwelt in Erinnerung bleiben wollten?

Shatner: An keines. Ich habe in meinem Leben permanent gearbeitet, aber es gibt nicht das singuläre Regiewerk oder eine Rolle, für die ich in die Ewigkeit eingehen werde. Ein paar Momente, vielleicht. Aber ich möchte eigentlich eher, daß sich die Leute an mich erinnern, weil ich einige wirklich tolle Pferde gezüchtet oder meine Töchter großgezogen haben.


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