Mütter machen Porno
22.07.2020 • 20:15 - 22:00 Uhr
Info, Sexualität
Lesermeinung
Originaltitel
Mums Make Porn
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2020
Altersfreigabe
12+
Info, Sexualität

Auf ungewöhnlicher Aufklärungs-Mission

Von Andreas Schoettl

Fünf Mütter sind verzweifelt. Ihre Heranwachsenden kommen zu leicht in das zweifelhafte Vergnügen, Pornografie konsumieren zu können. Sie haben eine Idee: Warum nicht selbst ein Filmchen produzieren? Dieses solle ihren Kindern ein realistisches Bild von Sex vermitteln. So heißt es wenigstens.

Gangbang, ein bisschen Dirty Talk und einen flotten Dreier als Sahnehäubchen zum Abschluss: Ja, es bleibt kein Problem, jegliche Spielvarianten von Sex und Pornografie konsumieren zu können. Bedenklich aber ist, wenn auch Heranwachsende mit nur wenigen Klicks im Internet auf einer schmierigen Palette landen, die vorführt, was im breiten Spektrum der Sexualität möglich ist.

Wenn die Suchmaschine Google schon 1,6 Milliarden Treffer anzeigt, wenn ein User den Begriff "Porno" eingibt, dann schockiert das auch die Mütter Britta, Karina, Mirjam, Jasmine und Bianca. Denn sie wollen nicht, dass sich ihre Söhne in allerlei frei zugänglichem Material verirren. Eine Jugendschutzsperre ist ohnehin nicht vorhanden. Die Befürchtung der Mütter lautet, ihre Kinder ohne sexuellen Erfahrungen könnten meinen, Gangbang, Dirty Talk und eben der Dreier seien normal.

Deswegen entscheiden sich Britta, Karina, Mirjam, Jasmine und Bianca jetzt bei SAT.1 zu einem ungewöhnlichen Experiment. Sie wollen mit einem selbst produzierten Porno ein realistisches Bild von Sex vermitteln. Vor allem die erniedrigende Darstellung von Frauen soll in ihrem Filmchen keinesfalls gezeigt werden. Da die Mütter wissen, dass sie ihre Kinder nicht ganz von Pornos fernhalten können, drehen sie Szenen, die sie sich auch selbst zumuten würden. Freilich werden die Mütter in diesen nicht selbst aktiv. Professionelle Darstellerinnen und Darsteller übernehmen die Aufgabe.

Das Doku-Experiment, das nun bei SAT.1 zu sehen ist, basiert auf dem britischen Format "Mums Make Porn". Die Ausstrahlung bei Channel 4 im vergangenen Jahr sorgte zunächst für einen Aufruhr. Schließlich aber beruhigten sich nach durchaus würdiger Umsetzung die Gemüter. So besuchten die Mütter im englischen Original auch mehrere Pornosets. Die verblüfften Besucherinnen waren unter anderem darüber überrascht, wie stark die Kontrolle der Frauen über den Dreh war, obwohl sie im fertigen Produkt ziemlich unterwürfig dargestellt wurden.

Mütter machen Porno – Mi. 22.07. – SAT.1: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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