NaturNah: Dem Uhu auf der Spur
21.04.2026 • 11:30 - 12:00 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
Lesermeinung
Zwei junge Uhus in einem Bodengelege. Sie werden leichter zur Beute von Raubtieren als Junge die in baumnestern aufgezogen werden.
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Der Aufbau der Falle findet schon in der Dämmerung statt. Hier soll eine Taube als Beute den Uhu anlocken.
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Ausgewachsene Uhus sind sehr wehrhaft. Die Biologen müssen vorsichtig sein.
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Der besenderte Uhu wird wieder frei gelassen und soll nun Daten über seine Bewegungen melden.
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Originaltitel
Dem Uhu auf der Spur
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2018
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

NaturNah: Dem Uhu auf der Spur

Thomas Grünkorn ist Biologe. Er kennt sich wie kaum ein anderer in den Horsten von Greifvögeln aus, denn Hunderte davon besucht er jedes Jahr zu Forschungszwecken. Er beringt Jungvögel bedrohter Arten wie Seeadler und Rotmilan. Im Zuge eines Forschungsprojekts zum Rückgang des Mäusebussards sind ihm spektakuläre Aufnahmen gelungen. Darin ist zu sehen, wie Uhus die Nester von Mäusebussarden systematisch plünderten. Der Biologe hat den Uhu, die größte Eulenart in Deutschland, zum Objekt seiner Forschung gemacht. In einem seiner Projekte soll er an gleicher Stelle dem Verhalten der Uhus weiter auf den Grund gehen. Ähnlich wie andere Greifvögel werden auch Uhus Opfer von Windkraftanlagen. Thomas Grünkorn soll herausfinden, ob ein Sicherheitsabstand zu den Horsten der Uhus, wie er bei Seeadlern und Rotmilanen vorgeschrieben ist, nützlich ist und wie groß dieser sein müsste. Das heißt, er muss mehr über das Revierverhalten der Uhus erfahren. Welche Strecken, wie hoch fliegen sie? Zu diesem Zweck sollen Uhus gefangen und besendert werden. Mithilfe der GPS-Daten kann Thomas Grünkorn dann die Routen, die die Vögel bei der Futtersuche zurücklegen, nachverfolgen. Er bekommt so einen Einblick in das Revierverhalten der brütenden Uhus und kann den Spuren des Jägers folgen. Die Orte, an denen sich die Vögel vermehrt aufhalten, werden von ihm tagsüber untersucht. Sind es Futter-, Rast- oder bevorzugt Jagdplätze? Bevor es aber losgehen kann, müssen die scheuen, nur nachtaktiven Uhus erst einmal eingefangen werden. Das ist die größte Herausforderung. Thomas Grünkorn und sein Kollege Jorg Welcker haben darin wenig Erfahrung und müssen unterschiedliche Fangmethoden ausprobieren. Lockt man die Jäger mit Beute oder simuliert man akustisch einen Rivalen, der in das fremde Revier eingedrungen ist? Durch den Einsatz von Nachtsichtkameras und Fotofallen bekommen die Forscher auch seltene Einblicke in die Aufzucht von Jungvögeln.

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