Nord Nord Mord
15.10.2018 • 20:15 - 21:45 Uhr
Serie, Krimireihe
Lesermeinung
"Nord Nord Mord - Sievers und die Frau im Zug": Wen oder was beobachten Carl Sievers (Peter Heinrich Brix) und Ina (Julia Brendler) vom vom Eingangsbereich des Gastraumes? Im Hintergrund Komparsen als Gäste.
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Gerade einen Tag befindet sich der neue Leiter des Sylter Kommissariats, Carl Sievers (Peter Heinrich Brix, r.) auf der Insel, als er und seine Kollegen Ina Behrendsen (Julia Brendler, M.) und Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk, l.) sich mit dem gewaltsamen Tod eines Kollegen konfrontiert sehen. Hat er jemanden erpresst oder warum finden sie in seinem Hotelzimmer 30 000 Euro?
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Carl Sievers (Peter Heinrich Brix, M. ), Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk, l.) und Ina Behrendsen (Julia Brendler) befragen Oliver Kruse (Ralph Herforth, r.), Inhaber mehrerer Restaurants und Bars, zu seiner Verbindung zum Mordopfer. Wieso aber will dieser ohne seinen Anwalt so rein gar nichts sagen?
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Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk, l.), Ina Behrendsen (Julia Brender, 2.v.r.), Carl Sievers (Peter Heinrich Brix, M.) und Elke Börner (Adina Vetter) durchsuchen das Hotelzimmer des Mordopfers. Woher hatte der Tote soviel Geld? Im Hintergrund steht ein Komparse als Polizist auf dem Flur.
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Die Kieler Hauptkommissarin Elke Börner (Adina Vetter) informiert den neuen Leiter des Sylter Kommissariats, Carl Sievers (Peter Heinrich Brix), von der Verwicklung des toten Polizisten in illegale Wettgeschäfte.
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Zusammen mit anderen Schaulustigen beobachtet Sandy Freyer (Sinja Dieks), wie die Leiche verladen wird. Hat sie mit dem Mord an dem Polizisten zu tun oder warum schaut sie so entsetzt?
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Hausdurchsuchung beendet: Im Müll wurden verdächtige Zigaretten-Kippen gefunden - Carl Sievers (Peter Heinrich Brix, 2.v.r.), Ina Behrendsen (Julia Brendler) und Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk, l.) konfrontieren Oliver Kruse (Ralph Herforth, Mi.) und dessen Anwalt Leonard von Kist (Johannes Suhm, 2.v.l.) mit dem Ergebnis und hoffen auf eine spontane verräterische Reaktion.
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Zum einen hat Carl Sievers (Peter Heinrich Brix) hat eine geheimnisvolle Verabredung und warum zum anderen nimmt er lieber das Fahrrad als das Auto? Hat das eine etwas mit dem anderen zu tun?
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Ankunft im Polizeipräsidium Sylt. Verwunderung bei Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk, Mi.) und Ina Behrendsen (Julia Brendler, r.). Der neue Boss, Carl Sievers (Peter Heinrich Brix, l.), möchte lieber mit dem Fahrrad als mit dem Auto fahren. Hat er etwas zu verbergen?
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Leichenfund am Dünenparkplatz: Ina Behrendsen (Julia Brendler) befindet sich am Tatort.
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Vorsichtig betreten Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk) und seine Kollegin Yvonne Russ (Angelika Thomas) das Hotelzimmer des toten Polizisten. Sie können nicht sicher sein, dass es leer ist, weswegen Hinnerk seine Dienstwaffe einsatzbereit in den Händen hält.
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Die Stimmung ist frostig, als Carl Sievers (Peter Heinrich Brix, Mi.) auf Sylt ankommt und von seinen neuen Mitarbeitern Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk) und Ina Behrendsen (Julia Brendler) begrüßt wird. Hatten sich doch beide auf die Leitungsstelle des Kommissariats beworben.
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Die Spur in Carl Sievers' (Peter Heinrich Brix) erstem Fall führt ausgerechnet in sein ehemaliges Kommissariat nach Kiel.
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Durch Zufall geht ein weiterer Mordanschlag daneben. Ina (Julia Brendler) und Sievers (Peter Heinrich Brix) begutachten das Unfallauto.
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Die Spur in Carl Sievers' (Peter Heinrich Brix) erstem Fall führt ausgerechnet in seine ehemalige Dienststelle nach Kiel.
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Hint
Audiodeskription
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
Altersfreigabe
12+
Serie, Krimireihe

Auftritt Brix

Von Eric Leimann

Nach acht "Nord Nord Mord"-Filmen zog sich Hauptdarsteller Robert Atzorn aufs Altenteil zurück. Verleiht Nachfolger Peter Heinrich Brix dem ironischen Sylt-Krimi neuen Charme?

Nach dem frostigen Empfang ihres neuen, reichlich spröden Vorgesetzten Carl Sievers (Peter Heinrich Brix) bekommen es die Sylter Kommissare Ina Behrendsen (Julia Brendler) und Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk) mit einem Mann zu tun, der im Auto seinen Schussverletzungen erlag. Das Opfer erweist sich als Kommissar der Kieler Polizei, wo auch der neue Sylt-Chef Sievers bis vor kurzem Dienst schob. Der Verblichene, Gunnar Schneider, hatte zuletzt eine Fahrerflucht mit Todesfolge bearbeitet. Beim Unfall wurde die kleine Tochter von Sandy Freyer (Sinja Dieks) getötet, die sich nun in therapeutischer Behandlung ganz in der Nähe befinden soll. Ein Zufall? Nach acht erfolgreichen Sylt-Filmen zog sich Hauptdarsteller Robert Atzorn aufs Altenteil zurück. Kann Nachfolger Peter Heinrich Brix dem sanft ironischen Krimi "Nord Nord Mord: Sievers und die Frau im Zug" neuen Charme verleihen?

Es ist kein leichtes Los, Nachfolger von Publikumsliebling Robert Atzorn zu sein. Einem Mann, der den – für Schauspieler – eher ungewöhnlichen Weg ging, sich in die totale Rente zurückzuziehen. Sprich: Der 73-Jährige will keinerlei Rollen mehr übernehmen und sich voll auf die Familie konzentrieren. Dennoch erscheint Peter Heinrich Brix, immerhin auch schon 63 Jahre alt, als gute Wahl für die Nachfolge. Kaum ein deutscher Schauspieler verkörpert das Lakonische des Nordens so feinsinnig wie der ehemalige Landwirt aus Angeln bei Flensburg. In typischen Nord-Balladen wie "Großstadtrevier", "Butter bei die Fische" oder "Jürgen – Heute wird gelebt" transportierte er beeindruckend jenen Humor, von dem man sagt, er wäre so trocken, weil ja schon das Wetter im Norden so feucht sei.

Auch Brix' neue Rolle als Kieler Exil-Kommissar schlägt in diese Kerbe. Der Neuankömmling auf der wie immer in schmucken Bildern eingefangenen Nordee-Insel erweist sich als Vollprofi, den allerdings ein seltsames Leiden plagt. Hier kommt Victoria Trauttmansdorff ins Spiel, die eine "alternative Heilmethoden" praktizierende Therapeutin spielt, zu der sich Sievers – durchaus gequält – aufmacht. Der brillant gespielte Gegensatz zwischen diesen Figuren ist einer der besten Momente des Films – und ganz sicher eine Konstellation mit Zukunftspotenzial.

Abseits des gelungenen Job-Transfers an der Spitze des Sylter Kommissariats bleibt "Nord Nord Mord" jedoch wie der Schuster bei den berühmten Leisten. Das Erfolgsrezept schöne Bilder plus Mörderrätsel plus knuffig ironische Dialoge soll und wird wohl weiterhin aufgehen. Kein Wunder, denn mit den Drehbuchautoren Stefan Cantz und Jan Hinter sowie Regisseur Thomas Jauch steuern Kreative das ZDF-Produkt, die auch zu den Stammkräften des Münster-"Tatorts" gehören. Die etwas weniger durchgeknallte, aber durchaus mit ähnlichem Humor bestückte Reihe im ZDF kann mittlerweile sogar fast ähnliche Quotenerfolge feiern. Atzorns Abschiedsfall "Clüver und der leise Tod" schauten im Januar 2018 knapp neun Millionen Zuschauer.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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