Notruf Nordseeküste: Die Robben-Retter
01.04.2026 • 06:00 - 06:55 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
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Kommt die Mutter nicht zurück, müssen Robben-Retter eingreifen, damit die Heuler schließlich in der Seehundstation eine Chance haben.
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Jedes Jahr im Frühsommer werden auf den Sandbänken und an den Stränden der Nordsee Tausende Seehundbabys geboren.
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Die geretteten Robbenjungen sollen lernen, selbstständig Fisch zu fressen, um schnell wieder in die Freiheit zu können.
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Originaltitel
Notruf Nordseeküste - Die Robben-Retter
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2020
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

Notruf Nordseeküste: Die Robben-Retter

Jedes Jahr im Frühsommer werden auf den Sandbänken und an den Stränden der Nordsee Hunderte Seehundbabys geboren. Manchmal werden diese Welpen von der Mutter getrennt und können nicht mehr gesäugt werden. Dies passiert zum Beispiel, wenn Menschen oder Hunde den Robbenbabys zu nahe kommen oder sie sogar streicheln. Riecht ein Jungtier nach Mensch, wird es von der Mutter nicht mehr angenommen und zurückgelassen, dann heult es vor Hunger und Einsamkeit. Von Borkum bis Helgoland sammeln die Robben-Retter sie ein und bringen sie in die nächstgelegene Seehundstation. Dort werden die höchstens acht Kilogramm schweren Babys tierärztlich versorgt, wieder aufgepäppelt und in den nächsten Wochen aufgezogen. Sie lernen vor allem, selbstständig Fisch zu fressen und den Konkurrenzkampf mit Artgenossen zu bestehen, bevor sie an einsamen Strandabschnitten, dann mit strammen 25 Kilo Gewicht, wieder ausgewildert werden. Während die Seehunde im Sommer ihre Jungen zur Welt bringen und sich anschließend paaren, bereiten sich die deutlich größeren Kegelrobben auf ihre eigene Saison vor. Ab November kommen sie zur Helgoländer Düne, um ihre Jungen zu gebären - über 500 innerhalb weniger Tage. Die Neugeborenen erkennt man an ihrem flauschigen, schneeweißen Fell. Die Kegelrobbe ist das größte Raubtier Deutschlands: Bis zu 2,5 Meter lang und 300 Kilogramm schwer. Zur gleichen Zeit liefern sich die massigen Bullen heftige Paarungskämpfe - eine Gefahr auch für den Nachwuchs. Damit die Jungtiere nicht zwischen die Fronten geraten, sorgen Robben-Ranger und andere Helfer auf Deutschlands einziger Hochseeinsel für Ruhe und Abstand - und dafür, dass die Tiere ungestört aufwachsen können.

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