Sie leben auf Borneo und auf Sumatra und sind vom Aussterben bedroht. "Waldmenschen" wurden sie von den Einheimischen genannt. Die Orang-Utans stehen den Menschen sehr nahe, wie der Film aus der Reihe "Erlebnis Erde" zeigt.
Lange, bevor der Mensch kam, lebten sie in den Regenwäldern Sumatras und Borneos. Orang-Utans, bis zu 1,45 Meter groß, schwingen sich in den Bäumen von Ast zu Ast. Dort bauen sie sich auch ihre Nester für den Schlaf täglich neu. Ihre Gene stimmen zu 98 Prozent mit denen der Menschen überein. Es gelingt ihnen, Stöcke als Werkzeuge zu nützen und ihre Verständigung könnte sogar eine stumme Sprache sein. Die Hamburger Biologen und Naturfilmer Jens Westphalen und Thoralf Grospitz kommen ihnen in den Urwäldern Borneos so nahe "wie nie". Dank moderner Drohnentechnik schwebt die Kamera der vielfach preisgekürten Filmer über den schwindelerregenden Baumwipfeln und zeigt, wie sich die Tiere in ihrer schwer überschaubaren Welt orientieren.
Noch immer werden neue Erkenntnisse über die Orang-Utans ("Waldmenschen") herausgefunden. Nicht nur der Gebrauch von Werkzeugen wurde dokumentiert, sondern auch wie sich die Tiere mithilfe von Blättern vor der Sonne oder vor Regen schützen. Selbst eine Wundheilung mittels einer Heilpflanze wurde gesichtet. Doch leider wird den Orang-Utans immer mehr Lebensraum genommen. Besonders werden sie von den Rodungen für Palmölplantagen bedroht. Aber auch Jäger, die das Fleisch der Tiere schätzen, gibt es immer noch. So hat das Orang-Utan-Baby Addy die Mutter verloren. Die Weibchen ziehen den eher seltenen Nachwuchs sonst jahrelang im engsten Verhältnis auf. In einem Rehabilitationszentrum wird Addy nun auf das Leben in Freiheit vorbereitet und ihm so die Mutter ersetzt.
Der Film gewann bereits mehrere Preise bei verschiedenen Naturfilmfestivals und bekam den Deutschen Naturfilmpreis 2025.
Erlebnis Erde: Orang-Utans – Mo. 02.03. – ARD: 20.15 Uhr