Peter Kloeppel: Wie lösen wir die Flüchtlingskrise?
31.10.2024 • 20:30 - 22:30 Uhr
Info, Gesellschaft + Soziales
Lesermeinung
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Originaltitel
Peter Kloeppel: Wie lösen wir die Flüchtlingskrise?
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Info, Gesellschaft + Soziales

Flüchtlingspolitik, die wieder mehr Rückhalt in der Bevölkerung hat

Von Eric Leimann

Man sagt, es sei das Thema, das derzeit Wahlen entscheidet – und kein einfaches dazu. Die Reportage "Peter Kloeppel: Wie lösen wir die Flüchtlingskrise?" will herausfinden, wie man den Streit um die Migration in den Griff bekommen kann.

Zweimal schon hat sich der im Sommer als RTL-News-Anchorman in Rente gegangene Peter Kloeppel unter dem Titel "Durchleuchtet" 90 Minuten lang brennenden gesellschaftlichen Fragen gewidmet. Einmal ging es um die Probleme der Deutschen Bahn und dann – im Prinzip das gleiche Thema weiter gefasst – um den allgemeinen Stillstand in Deutschland aufgrund von Fachkräftemangel, Bürokratie und allgemeiner Verzagtheit. Der ein wenig nach 90er-Jahre-Krawall-RTL klingende Name "Durchleuchtet" ist mittlerweile weggefallen. Dafür verlässt Ex-Anchor Kloeppel in "Peter Kloeppel: Wie lösen wir die Flüchtlingskrise?" nun auch sein Studio, um sich selbst unters Volk zu mischen.

Das Reporter-Team des Formats recherchiert im In- und Ausland. Es spricht in der Türkei verdeckt mit einem Schleuser und begleitet Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, die gegen eine geplante Flüchtlingsunterkunft im Ort auf die Barrikaden gehen.

Eine bereits bestehende Unterkunft besuchen die Reporter dann im hessischen Lorsch. Wie geht es den Geflüchteten dort nach ihrer Ankunft in Deutschland? Und warum sind die Wohn-Container, in denen die Menschen hausen, oft zur Dauerlösung geworden anstatt zu einem Transitort auf dem Weg in ein integriertes neues Leben? Peter Kloeppel erkundigt sich beim Landrat, aber auch bei den Asylsuchenden selbst. Was ist ihnen auf ihrer Flucht widerfahren? Was waren ihre Erwartungen an Deutschland und wie sieht die Realität aus?

Schließlich nimmt die Reportage auch die oft kritisierte Belastung der Gemeinden durch Flüchtlingsunterkünfte unter die Lupe. Ist es wirklich so, dass die Zustände unzumutbar sind? Oder hat man vor Ort vor allem Furcht vor dem Fremden und jeglicher Veränderung?

Größtes Sprengstoffthema im gegenwärtigen Deutschland?

Was schon die beiden bisherigen "Durchleuchtet"-Reportagen gut hinbekommen haben: Sie waren objektiv und offen in ihrer Herangehensweise, die Beiträge anschaulich, die journalistische Arbeitsweise dabei durchaus sauber. Auch wenn ein leichter Boulevard-Touch, der zur DNA des Senders gehört, bei RTL natürlich immer mitschwingt. Dennoch tat es durchaus gut, den Problemen der Deutschen Bahn einfach mal sachlich und ihrem Personal wohlwollend zu begegnen. Oder auch, dass man der deutschen Bürokratie und Innovations-Starrheit nicht gleich mit einem ironisch-sarkastischen Ansatz begegnete, sondern tatsächlich wissen wollte, wie es anders gehen könnte. An Orten, auf die man freundlich schaut, lässt sich leichter etwas verändern als an Orten der Krise, auf die man noch mal mit dem Frust-Knüppel draufhaut. In der Flüchtlingspolitik scheint es gerade so, als würde nach den jüngsten Wahlerfolgen migrationskritischer Parteien viel Symbolpolitik und Panik bei den regierenden Parteien herrschen. Ein Grund mehr, die Herangehensweise des RTL-Formats zu schätzen.

"Es ist wohl eine der komplexesten Fragestellungen unserer Zeit, auf die es auch nicht die eine richtige Antwort gibt", ist sich auch Peter Kloeppel sicher. Und dann sagt der 66-Jährige noch etwas, das den Kern des Problems trifft: "Wir müssen die Stimmung im Land und die Sorgen der Menschen ernst nehmen und wieder mehr gegenseitiges Verständnis schaffen – für die Politik, für die Hilfesuchenden, füreinander." Kloeppels Doku will sich auf die Suche nach Lösungsansätzen fürs vielleicht größte Sprengstoffthema im gegenwärtigen Deutschland machen.

Peter Kloeppel: Wie lösen wir die Flüchtlingskrise? – Do. 31.10. – RTL: 20.30 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das beste aus dem magazin

Professor Dr. Derek Zieker-Fischer lacht.
Gesundheit

Sanfte Linderung bei Erkältungsbeschwerden

Professor Dr. Derek Zieker-Fischer, bekannt aus der SWR-Gesundheitssendung „Doc Fischer“, gibt wertvolle Tipps zu Hausmitteln bei Erkältungsbeschwerden. Erklärt wird, wie man mit natürlichen Mitteln wie Honig, Nasenspülungen und Wadenwickeln gegen Husten, Schnupfen und Fieber vorgehen kann.
Dr. Melanie Ahaus ist niedergelassene Kinder- und Jugendärztin in Leipzig und Sprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Sachsen.
Gesundheit

Hausmittel gegen Erkältung: Was Kindern hilft

In der kalten Jahreszeit sind Kindergärten oft ein Tummelplatz für Viren. Wie Eltern ihre Kinder schützen können und welche Hausmittel bei Erkältungen helfen, erfahren Sie hier.
Audible
HALLO!

Der neue Snape: Robert Stadlober über die Aufnahme des Hörbuches

Robert Stadlober verleiht in der neuen Hörspielreihe „Harry Potter: Die Hörbücher mit voller Besetzung“ dem Lehrer Severus Snape seine Stimme. Das Projekt wird von Pottermore Publishing und Audible präsentiert. Stadlober spricht über seine Erfahrungen und Herausforderungen bei der Arbeit an dieser Rolle und seine Sicht auf die Harry Potter-Welt.
Ein Paar steht im Sonnenuntergang am Strand und hat sich in den Armen.
Reise

Der Winterurlaub verändert sich

Kanaren statt Kälte, Ägypten statt grauer November, Thailand statt Winterjacke: Wenn es in Deutschland ungemütlich wird, zieht es viele Urlauber in die Sonne. Doch bei der Wahl des Winterziels zählen längst nicht mehr nur Wärme und Strand. prisma zeigt, welche Trends es gibt.
Leonora Huth schaut seitlich.
HALLO!

Leonora Huth über ihre Karriere: "Ich habe auf mein Bauchgefühl gehört"

Trotz des verpassten ESC-Auftritts hat Leonora Huth musikalisch Fuß gefasst. Nach der Deutschland-Tour arbeitet sie nun an ihrem Debütalbum, das 2027 erscheinen soll.
Prof. Dr. med. Fadi Al-Rashid im weißen Kittel.
Gesundheit

Neue Behandlung bei Angina pectoris

Ein Sinus-Reducer kann bei refraktärer Angina pectoris den Blutfluss verbessern und die Lebensqualität steigern. Der minimalinvasive Eingriff bietet Hoffnung für Herzpatienten.