Rabiat
04.06.2018 • 22:45 - 23:30 Uhr
Report, Reportage
Lesermeinung
Rabiat-Reporter Dennis Leiffels vor dem Haus des "Drachenlords"
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Katharina Reichert erhält Morddrohungen: Sie setzt sich im Internet für Transsexuelle ein.
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Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
Altersfreigabe
16+
Report, Reportage

Mobbing 2.0

Von Markus Schu

Was früher analog war, wird heute digital: Mobbing findet auch in der vermeintlichen Anonymität des Cyberspace statt. Eine ARD-Reportage beleuchtet das Phänomen.

Was treibt Menschen dazu, andere im Internet zu diffamieren? Reporter Dennis Leiffels geht der Sache in der neuen Ausgabe der Reportagesendung "Rabiat" auf den Grund. Er trifft sich mit Opfern von Cybermobbing und spricht sogar mit den Tätern. Der kontroverse, weil sehr eigensinnige YouTuber "Drachenlord" ist bereits seit Jahren eine beliebte Zielscheibe der Hater. Eine unbedachte Aktion führte dazu, dass er seine Adresse öffentlich machte – seitdem wird er auch im wahren Leben terrorisiert. Für die Hater hat sich das Ganze in ein Spiel entwickelt, vielen sind die Ausmaße ihres Treibens entweder nicht bewusst oder schlichtweg egal. "Dorian der Übermensch", einer der bekanntesten Vertreter der Szene, erachtet seinen sinnlosen Hass gar als amüsant: "Da find ich jetzt nichts Verwerfliches dran." Die ARD zeigt "Hass ist ihr Hobby" am Montagabend zu später Stunde.

Bei Katrina Reichert ging das Ganze so weit, dass sie gar um ihr Leben fürchten muss. Und all das nur, weil sie sich für das Wohlergehen und die Anerkennung Transsexueller in Politik wie Gesellschaft einsetzt. "Man sollte dich vergasen", ist nur einer der Sätze, mit denen sie täglich konfrontiert wird. Tabus gibt es keine mehr.

Wie schafft man es, am Hass nicht seelisch zu zerbrechen? Auch wenn das Internet kein rechtsfreier Raum ist, haben es viele Betroffene dennoch schwer, Unterstützung seitens der Polizei und der Justiz zu erhalten. Dennis Leiffels wagt den Selbstversuch und begibt sich in die Schusslinie des digitalen Hasses. Wird die Reportage den Opfern damit nur noch mehr unnötige Aufmerksamkeit verschaffen oder kann sie die Zuschauer für die Problematik sensibilisieren?


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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