In Afrika wird alle acht Stunden ein Rhinozeros wegen seines Horns umgebracht. Und das nur des Geldes wegen. Die spannende Dokumentation "Rhino Dollars" gibt Einblicke in einen blutigen Milliardenmarkt.

Die Tat sorgte für blankes Entsetzen. Im April 2017 wurde Nashornbulle Vince mit drei Kugeln erschossen. Die Täter sägten zudem eines der beiden Hörner des Breitmaulnashorns ab und stahlen es. Dieser erschreckende Fall von Wilderei passierte jedoch nicht irgendwo in den Weiten Afrikas. Die grausame Tat wurde in einem Zoo westlich von Paris begangen. Es war das erste Mal, dass ein in Europa lebendes Rhinozeros zum Opfer von Wilderern wurde. Und es war die pure Gier, die die Täter wohl angetrieben haben dürfte. Denn mit dem illegalen Hornhandel ist mehr Geld zu machen als mit Gold oder Kokain, der Markt ist geschätzte 20 Milliarden Dollar schwer. Wie in der spannenden Dokumentation "Rhino Dollars" von Regisseurin Olivia Mokiejewski zu sehen ist, spielt sich ein blutiger Kampf um den kostbaren Rohstoff vor allem zwischen Afrika und Asien ab.

Erschreckend ist, wie sich der schwarze Kontinent dabei in ein wahres Schlachtfeld verwandelt. Dort wird alle acht Stunden ein Rhino seines Horns wegen umgebracht. Erst recht traurig aber ist, dass die Tiere nur deshalb ihr Leben lassen, um sinnfreie Wünsche sehr reicher Menschen zu befriedigen. Gerade in Asien gilt ihnen der Besitz und der Konsum von Nashornhorn als Statussymbol.


Quelle: teleschau – der Mediendienst