Ruf der Wildnis
07.02.2026 • 20:15 - 22:20 Uhr
Spielfilm, Abenteuerfilm
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Originaltitel
The Call of the Wild
Produktionsland
USA, CDN
Produktionsdatum
2020
Altersfreigabe
6+
Spielfilm, Abenteuerfilm

Tierischer Selbstfindungstrip

Von Jasmin Herzog

Chris Sanders' Remake von Jack Londons "Ruf der Wildnis" (2020) ist zwar ein etwas kitschig geratenes Familienabenteuer. Der zuckersüße CGI-Hund Buck und sein von Filmikone Harrison Ford verkörperter Lebensretter schaffen es im von VOX wiederholten Abenteuerfilm dennoch, die Herzen zu gewinnen.

Das Hollywood-Kino geht seit einiger Zeit auf Nummer sicher: Superhelden-Franchises und Remakes beherrschen die Leinwände. Auch die 2020 in weiten Teilen am Computer entstandene Neuauflage von Jack Londons 1903 veröffentlichtem Roman "Ruf der Wildnis", der erstmals 1935 mit Clark Gable in der Rolle des John Thornton verfilmt wurde, setzte diese Marschroute fort.

Allerdings gelang den Machern mit Hundeliebhaber Harrison Ford in der Rolle des besten Freundes eines legendären Mischlings ein großartiger Casting-Coup. An Fords Seite stellte Regisseur Chris Sanders ("Die Croods") den CGI-generierten Hund Buck, für den ein quicklebendiger Bernhardiner-Schäferhund-Mischling, den Sanders Frau aus dem Tierheim gerettet hat, Pate stand. VOX wiederholt das Abenteuer für die ganze Familie nun zur besten Sendezeit.

Der Wolf im Hund

Wie die Romanvorlage spielt "Ruf der Wildnis" im ausgehenden 19. Jahrhundert. Zunächst gehört Buck dem vom zweimaligen Emmy-Preisträger Bradley Whitford gespielten Judge Miller, dessen Anwesen der verwöhnte, aber überaus charmante Hund immer wieder auf den Kopf stellt. Schon in den ersten zehn überraschend slapstickreichen Minuten des Films schleicht sich der Hund, der beim Dreh von einem ehemaligen Artisten des Cirque du Soleil "gedoubelt" wurde, in die Herzen der Zuschauer. Aber dann wird Buck gestohlen und nach Alaska verschifft. Dort trifft er zum ersten Mal auf John Thornton (Ford), dem er treuherzig seine Mundharmonika zurückbringt, die ihm aus der Tasche gefallen war.

Bucks erstes neues Herrchen wird aber der freundliche Postschlitten-Bote Perrault – herzerwärmend verkörpert von "Ziemlich-beste-Freunde"-Darsteller Omar Sy -, in dessen Schlittenhundeteam er sich erst einmal behaupten muss. Im eis- und schneebedeckten Alaska kämpft der Hund ums Überleben, und so erwacht zum ersten Mal Bucks wölfischer Urinstinkt. Dieser wird versinnbildlicht durch einen Wolf, der ihm in lebensbedrohlichen Situationen als Vision erscheint.

Charmant-knurriger Harrison Ford

Nachdem Buck seinem nächsten Herrchen, einem von Dan Stevens verkörperten Möchtegern-Goldsucher, einen schwachsinnigen Befehl verweigert hat, wird der Hund lebensgefährlich verletzt. Nun erst erscheint Seelengefährte John endgültig auf der Bildfläche. So werden Zuschauerinnen und Zuschauer Zeuge des Beginns einer wundervollen Freundschaft, in deren Verlauf Buck seinem neuen Herrchen das Trinken abgewöhnt und dieser den Hund im Gegenzug dazu ermuntert, seinen wölfischen Instinkten nachzugeben, um endlich seinen wahren Platz in der Welt des Jahres 1890 zu finden.

"Ruf der Wildnis" ist voller packender und tränentreibender Momente. Bisweilen ist der Film plakativ, sicher nah am Kitsch und so zuckersüß, dass einem die Zunge am Gaumen klebt. Doch neben den großartigen Landschaftsbildern begeistert indes vor allem Harrison Ford: Der charmant-knurrige Darsteller füllt die Rolle des Abenteurers John Thornton hervorragend aus.

Ruf der Wildnis – Sa. 07.02. – VOX: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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