Schnee von gestern
04.03.2026 • 20:15 - 21:40 Uhr
Fernsehfilm, Kriminalfilm
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"Schnee von gestern"
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Originaltitel
LandKrimi: Schnee von gestern
Produktionsland
A, D
Produktionsdatum
2024
Altersfreigabe
12+
Fernsehfilm, Kriminalfilm

Ein neues Team für den "Landkrimi"

Von Elisa Eberle

Im Triestacher See wird die Leiche eines zum Todeszeitpunkt offensichtlich alkoholisierten Umweltdezernenten gefunden. Für Chefinspektorin Melanie Grandits (Marlene Hauser) und Chefinspektor Martin Steiner (Simon Morzé) sieht zunächst alles nach einem Unfall aus. Doch ein Detail passt im neuen ORF-"Landkrimi" nicht ins Bild ...

Der ORF baut seine seit 2014 bestehende "Landkrimi"-Reihe weiter aus: Im Januar 2026 ermittelten Marlene Hauser als Chefinspektorin Melanie Grandits und Simon Morzé als Chefinspektor Martin Steiner erstmals in Osttirol. Anderthalb Monate später ist der Film "Schnee von gestern" (Regie: David Wagner, Buch: Ivo Schneider) nun erstmals im ZDF, sowie bereits ab Mittwoch, 25. Februar, in der ZDFmediathek zu sehen.

Die Leiche eines Mannes wird unweit des Ufers im Triestacher See gefunden. Die Rechtsmedizinerin Elisabeth Imler (Johanna Orsini) geht zunächst von einem "Klassiker" aus. Mit anderen Worten: "Mann trinkt zu viel, Mann muss pinkeln. Ist ein Gewässer in der Nähe, wird Mann davon magisch angezogen, Mann pinkelt, rutscht aus, haut sich den Kopf an, Mann ertrinkt." So erklärt es Melanie Grandits ihrem verwirrten Kollegen Felix Rank (Gustav Moser) ganz trocken.

Gab es Ärger im Bergdorf?

Die Obduktion der Leiche scheint diese Theorie tatsächlich zu bestätigen. Doch da es sich bei dem Toten um den Tiroler Umweltdezernenten Konrad Kofler handelt, wird nichtsdestotrotz ermittelt. Und tatsächlich: Das Wasser aus der Lunge des Toten stammt nicht, wie zunächst angenommen, aus dem Triestacher See. Mit anderen Worten: Konrad Kofler wurde womöglich ermordet.

Kurz vor seinem Tod, so erfährt man, sei der Politiker zudem auf dem Weg zur Dorfgemeinde Inner Ainöd gewesen, um eine Beschneiungsanlage zu genehmigen. Das entsprechende Verfahren, so berichtet die Dorfgemeinde, habe sich zuletzt immer wieder verschoben, sehr zum Ärger der Anwohnerinnen und Anwohner. Am Tag, an dem die Genehmigung nun endlich hätte erteilt werden sollen, sei Kofler niemals im Dorf angekommen. Doch stimmt das wirklich?

Um das herauszufinden, quartiert sich Martin Steiner kurzfristig in der Pension von Maria (Fanny Krausz) ein, während seine Kollegin gezwungenermaßen ihre Überstunden im Wellness-Urlaub abbaut. Doch vor Ort stößt Steiner vor allem auf eine Mauer aus Ablehnung und Schweigen ...

Behäbig-skurriler Krimi

"Schnee von gestern" ist alles in allem ein eher solider Krimi nach typisch österreichischer "Landkrimi"-Manier: Wie so oft geht es mehr um die skurrilen Figuren, ihren Dialekt und die landestypischen Eigenheiten als um nervenaufreibende Spannung. Vor allem in der ersten Hälfte plätschert die Handlung eher behäbig dahin, um sich am Ende in ein im Gesamtzusammenhang fast schon etwas unglaubwürdig böses Thriller-artiges Finale zuzuspitzen.

"Ich finde besonders spannend, dass die Landkrimis immer sehr stark mit ihrem jeweiligen Ort verbunden sind", erklärte Hauptdarsteller Simon Morzé im Interview mit dem ORF: "Jede Gegend, jede Geschichte hat ihren eigenen Ton. Es geht nicht nur darum, wer der Täter ist, sondern auch darum, wie Menschen miteinander leben, um ihre Konflikte. Die Mischung aus Krimi und Gesellschaftsbild macht die Reihe für mich interessant und als Schauspieler reizvoll." Wer also Lust auf Schmäh hat, wird an dem Film durchaus Gefallen finden, wer Nervenkitzel sucht, wird anderswo womöglich schneller fündig.

Die Fortsetzung der "Landkrimi"-Reihe ist derweil bereits beschlossene Sache: Der 42. Film "Tod in Tirol" feierte Anfang Februar TV-Premiere in Österreich, ein deutscher Ausstrahlungstermin ist noch nicht bekannt. Vier weitere Filme unter den Arbeitstiteln "Steirerbiest", "Steirerhass", "Die Kuh, die weint" und "Der Todesengel" sind bereits abgedreht.

Schnee von gestern – Mi. 04.03. – ZDF: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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