Schon lange kein Frühling - Mein Vater, Rumänien und ich
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Info, Gesellschaft + Soziales
Schon lange kein Frühling - Mein Vater, Rumänien und ich
Es ist Weihnachten, als Alexandra Bidian ihrer Mutter einen Brief schenkt - die Einladung zu einer Reise, die zur gemeinsamen Spurensuche wird. Im Sommer macht sie sich zusammen mit ihrer Schwester Maria und ihrer Mutter auf den Weg: von Wiesbaden nach Rumänien, auf der Route, die sie früher Jahr für Jahr mit dem mittlerweile verstorbenen Vater gefahren sind. Auf den Spuren eines Mannes, der viel gelesen, geschrieben und geschwiegen hat - und über den so vieles im Dunkeln liegt. Der Dokumentarfilm erzählt von einem Vater, der unter den rumänischen Kommunisten politisch verfolgt wurde, nach Deutschland ins Exil floh - und dort mit den Geistern der Vergangenheit lebte. Alexandra erinnert sich an ihn als stillen, klugen, oft schwermütigen Mann. Doch je älter sie wird, desto mehr Fragen tauchen auf. Wer war er wirklich? Alexandra durchforstet alte Kisten, liest Briefe, taucht ein ins Geheimdienstarchiv und findet Beweise politischer Überwachung, Hinweise auf Verstrickungen und Entscheidungen, die das Familienbild erschüttern. Sie stellt ihrer Mutter und Schwester Fragen, die sonst oft unausgesprochen bleiben - schmerzhaft, ehrlich, bewegend. Und bei denen jede der drei Frauen spürt, wie sehr die eigene Geschichte mit der des Vaters - und seiner Zeit - verwoben ist. Ein Roadmovie in die Familiengeschichte von Alexandra Bidian und in die Rumäniens, eines Landes an der östlichen Grenze der EU, das eng mit der Gegenwart verbunden ist. Es ist ein poetischer Film über das, was bleibt, wenn jemand geht - und darüber, wie gut man eigentlich die Menschen kennt, die einem am nächsten stehen.
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