Sibirien: Eine Pipeline und die letzten Nomaden
29.04.2026 • 00:15 - 01:30 Uhr
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Originaltitel
Nenets vs gaz
Produktionsland
F, FIN
Produktionsdatum
2023
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Sibirien: Eine Pipeline und die letzten Nomaden

Die westsibirische Halbinsel Jamal ist das Herzstück des russischen Energieimperiums. Die riesigen Gasvorkommen wecken die Gier von Ölkonzernen wie Gazprom, Novatek, TOTAL und Chinese National Petroleum Corp. Auf Nenzisch bedeutet Jamal "Ende der Welt". Die Nenzen sind ein Nomadenvolk, das diese Region weit hinter der Polargrenze seit mehr als 200 Generationen bewohnt. Als Rentierzüchter überqueren sie die Halbinsel mit ihren Herden regelmäßig von Nord nach Süd und wieder zurück. Wassili bereitet sich ein weiteres Mal auf diese 1.500 Kilometer lange Reise vor. Doch wie lange noch? Viele Weideflächen sind inzwischen Gasfeldern gewichen. Überall werden Gaspipelines und Verkehrswege gebaut - ohne Abstimmung mit den Nenzen. Dörfer wachsen zu Städten und die neue Infrastruktur durchtrennt die Wanderrouten der Nomaden. Jamal ist der neue Zankapfel geostrategischer Interessen und Ausgangspunkt für die Nordostpassage, über die mit Flüssiggas beladene Frachter in 21 statt wie bisher 30 Tagen nach Asien gelangen sollen. Russland will sich die Bodenschätze der Arktis sichern - aber um welchen Preis? "Sibirien: Eine Pipeline und die letzten Nomaden" ist ein Polar-Western und Umweltkrimi zugleich: Auf der einen Seite stehen die Nenzen, die um ihren Lebensraum kämpfen und vielleicht zur letzten Wanderung mit ihren Rentieren aufbrechen, auf der anderen die Gasindustrie und die russischen Wissenschaftler, die die Nordostpassage vorantreiben. Wer wird gewinnen?

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