Sonic the Hedgehog
22.01.2022 • 20:15 - 22:20 Uhr
Spielfilm, Actionfilm
Lesermeinung
Keiner ist schneller als er: Mit Überschallgeschwindigkeit rast Sonic durch die Gegend.
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Mithilfe von Sonics Energie will Dr. Robotnik (Jim Carrey) seine Pläne in die Tat umsetzen.
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Originaltitel
Sonic the Hedgehog
Produktionsland
USA, J, CDN
Produktionsdatum
2020
Altersfreigabe
6+
Spielfilm, Actionfilm

Blaues Wunder

Von Jasmin Herzog

Was der rasend schnelle, blaue Igel Sonic im Sega-Videospiel einst vollbrachte, tut er jetzt wieder: Er kämpft gegen den Bösewicht Dr. Robotnik, und er sucht einen Freund.

Es war einmal ein kleiner blauer Igel. Er war der Hauptcharakter des 1991 erschienenen Videospiels "Sonic the Hedgehog" der Firma Sega. Als 8-Bit-Pixelgrafik raste er in Überschallgeschwindigkeit durch die Level, rettete unterwegs Schildkröten und nahm es mit dem bösen Dr. Robotnik auf. 2020 erlebte Sonic seine Abenteuer in einem ersten Live-Action-Film (auf SAT.1 nun als Free-TV-Premiere zu sehen) – animiert natürlich, aber umgeben von Menschen aus Fleisch und Blut.

Der flinke Igel wird zu Beginn von "Sonic The Hedgehog" auf einem fernen Planeten von sehr bösen Wesen gejagt. Er flieht auf die Erde, um dort gut versteckt überleben zu können. Doch so einen Kraftprotz und Unruhegeist hält es natürlich nicht in seiner Höhle mit gemütlichem Sitzkissen. Und so wird er bei einer Geschwindigkeitskontrolle des gelangweilten Kleinstadtpolizisten Tom Wachowski (James Marsden) auf der Landstraße entdeckt: Die ebenfalls anwesende Schildkröte erreicht 0,01 Meilen pro Stunde, der rasende Igel 300.

Für die klimabewussten Fridays-for-Future-Kids um Greta Thunberg wäre Sonic ein Geschenk: Das kleine Tier ist ein Energiebündel, das das ländliche Kleinstädtchen Green Hills energetisch aus- und wieder einschalten kann. Dabei wird nicht nur die Regierung auf das blaue Wunder aufmerksam. Auch der oben erwähnte Dr. Robotnik (Jim Carrey) hat es sich in den wirren Kopf gesetzt, diese unerschöpfliche Kraftquelle für seine miesen Weltherrschaftsfantasien zu benutzen.

Kindgerecht? Wohl kaum!

Bald stellt sich die Frage, warum ein Kinderfilm so brutal sein muss. Sind die Kleinen so abgebrüht, dass ihnen die Kugeln um die Ohren pfeifen können – und sie werden in ihrem Kinosessel weder erschreckt und noch erschüttert? Detailreiche Kneipenschlägereien, gnadenlose Verfolgungsjagden und zerstörerische Drohnen lassen immer wieder vergessen, dass "Sonic The Hedgehog" ein Kinderfilm sein will.

Immerhin: James Marsden spielt den Kleinstadt-Cop kindgerecht und freundlich harmlos. In halbdunkel ausgeleuchteten Szenen sieht er manchmal aus wie der zahme Tom Cruise. Jim Carrey hingegen hatte schon bessere Tage und Filme. In "Sonic The Hedgehog" gibt er den rumkrakelenden Welteroberer unangenehm irre, der es mit keinem Charisma eines Bösewichts in einem James-Bond-Film aufnehmen kann.

"Sonic The Hedgehog 2" soll im März erscheinen

Im Kino lief es gut für "Sonics" erstes Leinwandabenteuer. Allerdings erst nach einem gewaltigen Shitstorm: Sonics Look im ersten Trailer kam so schlecht bei den Fans an, dass die Macher dem CGI-Igel in einem aufwendigen Prozess noch ein anderes Aussehen verpassten. Angeblich für 5 Millionen Dollar! Eine lohnende Investition jedoch. Am Ende wollten über 1,2 Millionen Kinobesucher allein in Deutschland die Verfilmung der populären Computerspielreihe sehen.

Am 31. März 2022 soll die Fortsetzung die Kinos kommen. Dr. Robotnik hat es darin abermals auf die Weltherrschaft abgesehen und sich Verstärkung in Form von Knuckles geholt. An Sonics Seite ist wieder "Westworld"-Darsteller James Marsden als Polizist Tom sowie Fuchs Tails zu sehen.

"Sonic the Hedgehog" – Sa. 22.01. – SAT.1: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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