Streetphilosophy
13.06.2026 • 11:30 - 12:00 Uhr
Info, Gesellschaft + Soziales
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
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Streetphilosophy

Das Magazin bringt die wirklich wichtigen Fragen des Lebens dorthin zurück, wo sie entstehen: auf die Straße und unter die Menschen. Diesmal geht es um Faulheit. Ronja fragt sich: Warum ist Müßiggang in unserer Gesellschaft so verpönt? Liegt es nicht auch in unserer Natur, faul zu sein? Müssen wir das vielleicht wieder neu lernen: die Kunst, nichts zu tun? Bei einem Bingo-Nachmittag spricht Ronja mit den Seniorinnen Else Vösgen und Helga Arwa über den Ruhestand: jene Lebensphase, in der man nicht mehr produktiv sein muss. Trotzdem haben die beiden einen sehr aktiven Alltag. "Rumliegen ist doch langweilig", sagen sie. Und auch nicht so gern gesehen. Angeln dagegen ist für Ronja sowas wie Nichtstun mit einer Entschuldigung, ein Sport für Nicht-Sportler, bei dem man einfach wartet, bis einem das Essen zuschwimmt. An der Spree ist sie mit Streetfisher Bon Jaralve verabredet. Später am Abend trifft Ronja den Helden aller Leistungsverweigerer: den Ex-Fußballprofi Kevin Pannewitz, der kurz vor dem Durchbruch in der Bundesliga stand, von den Clubs aber wegen Disziplinlosigkeit rausgeworfen wurde. Heute spielt er in der Kreisliga und ist glücklicher Familienvater. Hat er trotzdem das Gefühl, was verpasst zu haben? Weil er einfach nicht fleißig genug war? Faulheit bedeutet auch Widerstand, sagt Philosophin Marilena Berends. Gegen die Highspeed-Gesellschaft und den Wachstumszwang. Andererseits gibt es auch Menschen, die von Natur aus nicht stillsitzen können. So wie Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre, der unaufhörlich durch die Welt wütet. Ronja versucht, einen Tag lang mit ihm faul auf der Couch rumzuhängen.

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