Tagebuch einer Kammerzofe
11.03.2026 • 13:50 - 15:40 Uhr
Spielfilm, Drama
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Gärtner Joseph (Georges Géret) träumt davon, in seiner Heimatstadt Cherbourg eine Bar zu eröffnen.
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Monsieur Monteil (Michel Piccoli) ist ein notorischer Lustmolch. Er nutzt jede Gelegenheit, um Hausmädchen Célestine (Jeanne Moreau) näher zu kommen.
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In der Höhle des Löwen? Célestine (Jeanne Moreau) wartet im Bett auf Joseph, den sie für einen Mörder hält.
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Hausmädchen Célestine (Jeanne Moreau, Mi.) und Gärtner Joseph (Georges Géret, re.) zum Rapport bei Madame Monteil (Françoise Lugagne, li.)
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Originaltitel
Le journal d'une femme de chambre
Produktionsland
F, I
Produktionsdatum
1964
Altersfreigabe
12+
DVD-Start
Do., 19. November 2009
Spielfilm, Drama

Tagebuch einer Kammerzofe

Frankreich, Ende der 1920er Jahre: Die junge, attraktive Célestine aus Paris tritt in der Normandie ihren Dienst als Hausmädchen einer bürgerlichen Familie an. In ihrem neuen Umfeld herrschen allerhand Unsitten: Madame ist pedantisch und verbittert, Monsieur ein notorischer Lustmolch, Schwiegervater Rabour ein nostalgischer Fetischist. Der Nachbar entpuppt sich als zänkischer Militarist und der sadistische Gärtner Joseph, ein Faschist, macht Célestine auf zudringliche Weise den Hof. Das Hausmädchen weist ihn entschieden ab und verhält sich ihrer Umgebung gegenüber beobachtend und distanziert. Nur zu dem kleinen Bauernmädchen Claire verbindet sie ein liebevolles Verhältnis. Als der Schwiegervater stirbt, will Célestine kündigen und nach Paris zurückzukehren. Doch am Bahnhof erreicht sie die schreckliche Nachricht, dass die kleine Claire im nahen Wald vergewaltigt und ermordet wurde. Das Hausmädchen beschließt, zu bleiben. Zwar gibt es keine Spur des Mörders, doch Célestine verdächtigt Joseph. Um Gewissheit zu erlangen, lässt sie sich auf die Avancen des Gärtners ein. Buñuels "Tagebuch einer Kammerzofe" ist eine bitterböse Satire auf die verlogene, in ihren überkommenen Traditionen gefangene französische Provinz-Bourgeoisie vor Beginn des Zweiten Weltkriegs. Jeanne Moreau in der Rolle des Hausmädchens Célestine befördert die unter der Fassade lauernden Untugenden eines Milieus zutage, das Buñuel zutiefst verachtete und in vielen seiner Filme auf teils schockierende Art und Weise kritisierte.

Darsteller

Die Frau mit der rauchigen Stimme, die ihrer mehr als 50-jährigen Karriere in mehr als 120 Filmen zu sehen war, ist tot. Jeanne Moreau starb am 31. Juli 2017 im Alter von 89 Jahren.
Jeanne Moreau
Langjähriger Superstar aus Frankreich: Michel Piccoli.
Michel Piccoli
Weitere Darsteller
Georges Géret Françoise Lugagne Jean Ozenne Daniel Ivernel Bernard Musson Gilberte Géniat Jean-Claude Carrière Muni  Claude Jaeger Madeleine Damien Geymond Vital Jean Franval Marcel Rouzé Jeanne Pérez Andrée Tainsy Pierre Collet Aline Bertrand Marc Eyraud Gabriel Gobin Dominique Zardi Françoise Bertin Joëlle Bernard Michel Dacquin

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