Terra X: Deutschland in ...
Info, Wissen • 25.07.2021 • 19:30 - 20:15
Lesermeinung
Jazz und wilde Partys zählen zu den bekanntesten Symbolen der "Goldenen Zwanziger". Doch entspricht der Mythos der Realität? Das möchte Mirko Drotschmann herausfinden.
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Mirko Drotschmann erklärt, wie es zur Hyperinflation nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kam und welche Auswirkungen diese auf das Leben der Menschen hatte.
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Die Stellung der Frauen hat sich in den 1920-ern stetig verbessert: Sie durften nicht nur Bein zeigen, sondern auch endlich wählen gehen.
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Im Dornier-Museum am Bodensee bestaunt Mirko Drotschmann die einflussreichsten Erfindungen aus den 1920er-Jahren.
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Spielszenen wie diese versuchen, wie üblich, den Geist der vergangenen Zeit in der "Terra X"-Doku aufleben zu lassen.
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Originaltitel
Terra X
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
Info, Wissen

Überhöhter Mythos: Wie golden waren die Goldenen Zwanziger wirklich?

Von Elisa Eberle

Der Mythos der Goldenen Zwanziger existiert bis heute in den Köpfen vieler Menschen. Doch wie glanzvoll waren die Jahre zwischen 1923 und 1929 wirklich? In der letzten Folge der "Terra X"-Reihe "Deutschland in ..." geht Mirko Drotschmann dieser Frage nach.

Frech, entfesselt und tabulos: Dies sind nur drei der Adjektive, mit denen die Goldenen Zwanziger heute beschrieben werden. Der wirtschaftliche Aufschwung und die schier unendliche Partystimmung machten die Jahre zwischen 1923 und 1929 zu einer Zeit, der manche Menschen heute noch sehnsüchtig nachhängen. Doch wie fast alles im Leben hatten auch die Goldenen Zwanziger ihre Schattenseiten. Diese wie auch die Sonnenseiten betrachtet der Wissenschaftsjournalist Mirko Drotschmann im dritten und letzten Teil der "Terra X"-Reihe "Deutschland in ..." im ZDF.

Chronologisch arbeitet sich der 35-Jährige durch die Zeitspanne vom Ende des Ersten Weltkriegs 1918 und der Niederlage Deutschlands bis zum Börsencrash in den USA und der daraus resultierenden Wirtschaftskrise 1929. Er erzählt von Miseren wie der Hyperinflation und der Hungersnot, aber auch von den zahlreichen Erfindungen und Fortschritten in Wissenschaft und Gesellschaft: Die Erfindung des Fließbands etwa senkte die Produktionskosten von Automobilfirmen wie Opel, Daimler und Co. Dies hatte zur Folge, dass sich viele Deutsche plötzlich ein eigenes Auto leisten konnten. Kürzere Arbeitszeiten und die Einführung des Achtstundentages wiederum führten zu einer Expansion der Freizeitkultur: Nachtclubs, Bühnen und Varietés erfreuten sich wachsender Popularität.

Kunst, Wissenschaft und Mode

Der aus heutiger Sicht wichtigste Schritt in der Weimarer Republik war allerdings die Aufwertung der Stellung der Frau: Erstmals in der deutschen Geschichte durften Frauen wählen gehen oder selbst bei einer Wahl antreten. Und auch das sprichwörtliche "Heimchen am Herd" wurde immer seltener: Fast jede dritte Frau war damals berufstätig, ob als Stenotypistin, Rechtsanwältin oder Juristin. Dementsprechend änderte sich auch die Mode: Die moderne Frau trug Flapper-Kleid und Kurzhaarschnitt. Und wenn sie Clärenore Stinnes hieß, umrundete sie als erster Mensch mit einer Limousine die Welt.

All dies wird in der 45-minütigen Dokumentation "Deutschland in ... Den Goldenen Zwanzigern" thematisiert. Darüber hinaus behandelt Drotschmann aber auch neue Strömungen in der Kunst wie etwa den Kubismus oder die innovativen Ideen von Nobelpreisträgern wie Albert Einstein und Max Planck.

Deutschland in ... Den Goldenen Zwanzigern – So. 25.07. – ZDF: 19.30 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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