Tschernobyl 86 - Der Super-GAU
29.04.2026 • 00:00 - 01:30 Uhr
Info, Gesellschaft + Soziales
Lesermeinung
Archivaufnahmen von Tschernobyl
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Ein Opfer des Reaktorunfalls von Tschernobyl wird im sechsten Krankenhaus des Gesundheitsministeriums der damaligen UdSSR behandelt.
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Helfer, die das Dach des zerstörten Reaktors reinigen sollen, legen Schutzkleidung an.
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Wegen Tschernobyl-Fallout gesperrter Spielplatz.
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Originaltitel
Tschernobyl 86: Der Super-GAU
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Altersfreigabe
12+
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Tschernobyl 86 - Der Super-GAU

26. April 1986. Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl explodiert, ein Super-GAU mitten im Kalten Krieg. Das Sowjetsystem vertuscht den Vorfall und spielt auf Zeit. Eine radioaktive Wolke breitet sich nach Westen aus. Niemand ist auf so etwas vorbereitet, keiner weiß, was zu tun ist. Ein wahr gewordener Albtraum, der keine Grenzen kennt. Der Film erzählt unmittelbar ab dem Moment der Explosion, wie sich die Ereignisse überschlagen. Versucht man in Tschernobyl mit Feuerwehrleuten und Soldaten, den größten anzunehmenden Unfall unter Kontrolle zu bringen, liefern sich Politiker in Deutschland einen Kampf um die Deutungshoheit der Lage. In der DDR wird verharmlost, die "Aktuelle Kamera" meldet kurz und knapp, was die Parteiführung sagt, die Bundesrepublik Deutschland dagegen berichtet rund um die Uhr auf allen Kanälen. Viele sind verunsichert, verlieren das Vertrauen, plötzlich kippt die Stimmung. Ein junger hessischer Umweltminister von den Grünen fordert den Atomausstieg und attackiert den damals amtierenden Bundeskanzler. Zum 40. Jahrestag der Nuklearkatastrophe erzählt dieser Film erstmals zu 100 Prozent mit Archivmaterial aus dem Schreckensjahr 1986, direkt und nur mit Original-Kommentar. Zu erleben sind politische Akteure und Experten, die überfragt und überfordert sind; Menschen, die ihre Angst zeigen, und entschlossene Männer und Frauen, die sich in Lebensgefahr begeben, um zu retten, was nicht zu retten ist. Vier Jahrzehnte später wirken diese Bilder erschreckend aktuell. Wieder verlaufen Grenzen und Konflikte zwischen Ost und West, wieder ist der Krieg zurück in Europa, belauern sich Atommächte gegenseitig und rüsten gegeneinander auf. Die Angst vor einer Gefahr, die man weder sehen noch riechen noch hören oder schmecken kann, ist mit dem Corona-Virus zurückgekehrt. Gesellschaftliche Polarisierung und Meinungsmache werden in Krisen zu Brandbeschleunigern. Die Angst vor dem unbekannten Schrecken entfacht eine Dynamik, die sich kaum beherrschen lässt. "Tschernobyl 86. Der Super-GAU" ist der neue Dokumentarfilm von Regisseur Volker Heise nach "Gladbeck: Das Geiseldrama" (Netflix), "Schockwellen" und "Berlin 1945" (beide ARD). Eine Produktion von rbb, NDR, SWR und BR, MDR, Radio Bremen und WDR und der Film Five GmbH im Auftrag der ARD.

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