Udo Jürgens Forever
16.11.2025 • 20:15 - 22:35 Uhr
Unterhaltung, Musikshow
Lesermeinung
Udo Jürgens.
Vergrößern
Udo Jürgens, 1992.
Vergrößern
 Für die Zugabe schlüpfte Udo Jürgens oft in den Bademantel – und verzückte damit seine Fans.
Vergrößern
Udo Jürgens, 1997.
Vergrößern
Originaltitel
Udo Jürgens Forever - Die Show zum 90. Geburtstag
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Unterhaltung, Musikshow

Hommage-Show an einen Großen

Von Hans Czerny

Udo Jürgens starb am 21. Dezember 2014. Die Show "Udo Jürgens Forever" von 2024 zum zehnjährigen Todestag feierte den großen deutschsprachigen Liedermacher und Entertainer. Nun wird die Gala mit vielen prominenten Gästen und Udo Jürgens-Cover-Interpreten noch einmal im Bayerischen Fernsehen gezeigt.

Mehr als 1.000 Songs produzierte der am 30. September 1934 in Klagenfurt geborene Sänger, Songschreiber und Komponist Udo Jürgens, der bei seiner Geburt noch Jürgen Udo Bockelmann hieß. 105 Millionen Tonträger sollen es gewesen sein, die sich von ihm bis heute verkauften. Da 2024 neben seinem zehnten Todestag auch der 90. Geburtstag gewesen wäre, sendete die ARD eine gemeinsam mit ORF und SRF produzierte Hommage mit einem über zweistündigen Konzert und anschließender Dokumentation. Das Byerische Fernsehen wiederholt die Gala aus dem Vorjahr nun noch einmal zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr.

Zahlreiche Interpreten, von denen viele Udo persönlich kannten, widmen ihm ein "Tribute" mit seinen schönsten Liedern, aufgezeichnet im Münchner Circus Krone am 20. November 2024, nur wenige Tage nach seinem zehnten Todestag am 21. Dezember 2014. Noch einmal geben Howard Carpendale, Wencke Myhre, Thomas Anders, Vanessa Mai, Annett Louisan, Götz Alsmann und ESC-Gewinner Tom Neuwirth (Conchita Wurst) die Hits des vielseitigen Sängers und Komponisten zum Besten. Zwischen Mitsing-Nummern und gehobenem Deutsch-Chanson fand Jürgens sein eigenes Genre. Er avancierte zum Superstar und schrieb reichlich Musik- aber auch Boulevardgeschichte.

Udo Jürgens auf der LED-Leinwand

Kulthits wie "Griechischer Wein" und "Merci Chérie" (Nummer eins beim ESC 1966) werden in der Gala vom Udo-Jürgens-Originalorchester Pepe Lienhard begleitet, dazwischen eingestreut Erinnerungen und Wertschätzungen der Interpreten nebst familiären Anekdoten. Mit dabei sind Udos Kinder Jenny und John Jürgens samt Enkelkindern. Die Show wird von Michelle Hunziker und dem Sänger Sasha moderiert, die auch unter anderem mit Udos Enkeln plaudern. Auf einer LED-Leinwand wirkt auch Udo selbst singend mit. Über 140 Minuten lässt sich so mit "Udo Jürgens Forever" trefflich in der Vergangenheit sowie den Liedern und Momenten des Udo Jürgens schwelgen.

Im Anschluss an die Gala wiederholt das BR-Fernsehen um 22.35 Uhr auch die 60-minütige Doku "Udo!" von David Kunac und Sebastian Dehnhardt. "Er war einer der wenigen Künstler, die generationsübergreifend funktioniert haben und noch funktionieren", sagt Sebastian Dehnhardt, einer der beiden Regisseure. Das Starporträt "Udo!" zeigt Fotos und Super-8-Filme aus dem Privatarchiv und lässt Jürgens' Familie ausführlich zu Wort kommen lässt. Einsam soll er tief im Innern gewesen sein, sagt Manfred, der ebenso informative wie loyale Bruder. Aber auch liebevoll und fürsorglich, soweit das die Tourneen mit ihren hunderttausend Fans denn zuließen. Die hingereckten Hände, die Riesenblumensträuße, sprechen eine deutliche Sprache.

"Mitten im Leben" hieß seine letzte Tournee

Die ewige Sehnsucht, die Melancholie und der Weltschmerz waren sein Markenzeichen. Manchmal glückte aber auch Kritik am Spießer, wie der Song vom "ehrenwerten Haus" bezeugt. Alle seine Lieder handelten letztlich immer von der Liebe, so interpretiert sich Udo selbst. Da mochten die gestrengen "Aspekte"-Kritiker noch so sehr die Nase rümpfen.

"Die Sehnsucht ist wie eine Rose, die blüht, und jeder weiß, wie kurz ihr Leben ist", sagt der – warum nicht – sentimentale Sänger Udo Jürgens am Ende des Films. Bei einem Spaziergang am Bodensee ist er 2014 an Herzversagen gestorben. "Mitten im Leben" hieß seine letzte Tournee.

Udo Jürgens Forever – So. 16.11. – BR: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das beste aus dem magazin

Prof. Dr. med. Burkhard Sievers ist Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Angiologie, Zusatzbezeichnungen: Hypertensiologie, Notfallmedizin, kardiovaskuläre Magnetresonanztomografie, kardiovaskuläre Computertomografie, interventionelle Kardiologie, interventionelle Angiologie, Herzinsuffizienz, Lipidologie, Gendermedizin und in seinen Praxen Cardiomed24 tätig sowie Buchautor (ZS-Verlag: „So heilt man heute. Die häufigsten Volkskrankheiten geschlechtsspezifisch besser behandeln“).
Gesundheit

Pflege: Früh genug selbst aktiv vorsorgen

Pflegebedarf trifft oft unerwartet zu. Wer sich frühzeitig mit bürokratischen Hürden und einem Unterstützernetzwerk auseinandersetzt, ist besser vorbereitet.
Sandra Ludewig
HALLO!

„Das beste Album, das wir je gemacht haben“

Nicholas Müller, Sänger von Jupiter Jones, ist begeistert von ihrem neuen Album. "Ich trag den Sarg, du trägst was Buntes" verbindet Trauer und Freude. Es ist das politischste Werk der Bandgeschichte und bietet mehr als nur den bekannten Hit "Still".
Gettymages/Olga Yastremska
Gesundheit

Regelmäßig zum Hörtest

Hörverlust entwickelt sich oft unbemerkt über Jahre. Regelmäßige Hörtests können helfen, rechtzeitig gegenzusteuern und Risiken wie soziale Isolation und Demenz zu minimieren.
Stiftung UPD
Gesundheit

Pflege: Werden Angehörige bald stärker belastet?

Die Pflegereform sorgt für Diskussionen: Steigende Kosten könnten dazu führen, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen mehr Verantwortung tragen müssen. Besonders Frauen könnten durch häusliche Pflege zusätzlich belastet werden.
Gettymages/fcafotodigital
Gesundheit

Eisen: Nicht nur für die Blutbildung wichtig

Eisen ist essenziell für den Sauerstofftransport im Körper und unterstützt zahlreiche Funktionen wie den Energiestoffwechsel und das Immunsystem. Ein Mangel kann schwerwiegende Folgen haben.
Ein Mann schläft.
Gesundheit

Schlafapnoe: Unterschätzte Gefahr durch Atemaussetzer

Schlafapnoe ist ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko. Atempausen können zu Bluthochdruck, Herzinfarkten und Schlaganfällen führen. Moderne Therapieansätze bieten effektive Lösungen für Betroffene.